Apple-Aktie: Konzern steigt mit 10.000-Dollar-Watch ins Luxusuhren-Segment ein
· Börse Online Redaktion
Experten zufolge muss die Watch mindestens zwei Herausforderungen bestehen: Die technikverliebten Apple-Freunde begeistern und die Ansprüche erfüllen, die an ein Modeaccessoire gestellt werden. Apple hat dazu Manager aus der Luxusgüter-Branche wie den Vertriebs-Vizepräsident Patrick Pruniaux der LVMH -Tochter Tag Heuer angeworben. Jean-Claude Biver von LVMH warnte die Branche schon im Sommer davor, eine Uhr von Apple nicht ernst zu nehmen. "Die iWatch wird besonders am Anfang die gleiche Anziehungskraft als Status-Symbol haben wie viele andere Apple-Produkte auch", erklärte er. Der Uhrenhersteller Swatch zeigte sich im Vorfeld dagegen unbeeindruckt.
Tragbare Computergeräte wie Datenbrillen und -uhren waren bisher keine Kassenschlager. Samsungs Gear-Uhren verkauften sich eher schwach, Nike stoppte die Produktion seiner Sportarmbänder vor einem Jahr und Google hing die Herstellung seiner Datenbrille im Januar erstmal ganz an den Nagel. Viele der bisherigen tragbaren Geräte hätten sich in ihren Funktionen kaum von Smartphones unterschieden und benötigten darüber hinaus die Handys, um voll funktionsfähig zu sein, heißt es in einem Bericht von Juniper Research.
Experten trauen Apple allerdings zu, mit der Watch den Markt für tragbare Geräte kräftig aufzumischen. Schließlich hat sich der US-Konzern mit iPhone und iPad den Ruf erworben, ganze Branchen auf den Kopf stellen zu können. CCS Insight rechnet damit, dass Apple in diesem Jahr 20 Millionen Watches weltweit absetzen wird. Andere sind zurückhaltender. Allerdings ist der Weg noch weit. Im vergangenen Jahr wanderten laut Strategy Analytics etwa 4,6 Millionen Smartwatches über die Ladentische. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden mehr als eine Milliarde Smartphones verkauft.
Reuters
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