Apple-Aktie: Kurz- und mittelfristig Gewinne erzielen
· Börse Online Redaktion
Die Apple-Aktie konnte sich zuletzt wieder über die 100-Dollar-Marke vorkämpfen. Doch machen wir uns nichts vor: Die großen Gewinne mit dem Kult-Wert sind längst gemacht worden; langfristig dürfte es nur noch darum gehen, ob der große Absturz verhindert werden kann. Kurz- und mittelfristige Chancen wird es aber natürlich immer mal wieder geben - und sei es mithilfe geeigneter Derivate.
Dabei muss man natürlich die Charttechnik zu Rate ziehen. Bei Apple dominieren momentan ein achtmonatiger Abwärtstrend um 116 Dollar sowie die Unterstützung um 92/93 Dollar, wo sich Tiefs von August 2015 sowie Januar und Februar dieses Jahres befinden, aber auch die 48-Monats-Linie. Und darunter wiederum könnte ein logarithmisches Fibonacci-Retracement um 86 Dollar stabilisierend wirken.
Wer sich nicht für Long oder Short entscheiden will greift zu einem Inliner. Von den 97 verfügbaren Papieren weisen 52 eine Schwelle bei maximal 85 sowie mindestens 117 Dollar auf. Soll es ein Mindestgewinn von 30 Prozent und eine Mindestrendite von 100 Prozent per annum sein, dann bleibt noch ein einziger Schein in der Verlosung: 73 Prozent plus werden erzielt, wenn die Apple-Aktie bis zum 16. September zwischen 80 und 120 Dollar bleibt.
Am nähesten kam sie einer dieser Schwellen Ende Januar mit etwa 12 Dollar Abstand. Damals kostete der Inliner so um die 3,30 Euro. Da seither Zeitwertgewinne dazu kamen, wir aber natürlich eingedenk der charttechnischen Komponenten etwas mehr Nähe zulassen würden, sollte ein Stopp bei zunächst 2,10 Euro passen, der dann um wöchentlich 12 Cent nach oben angepasst werden kann. Gewinnmitnahmen werden bei 9,00 Euro angepeilt.
Name: Apple-Inliner
WKN: SE2456
Aktueller Kurs: 5,57 € / 5,77 €
Laufzeit: 16.09.16
Schwellen: 80,00 $ / 120,00 $
Stoppkurs: 2,10 €
Anpassung Stoppkurs: +0,12 € / Woche
Zielkurs: 9,00 €
Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.
www.smartanlegen.de
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