Apple: Jede Menge Kurstreiber in Sicht

Wer gedacht hatte, der Absatz des neuen iPhones würde nach dem äußerst starken Weihnachtsgeschäft abflauen, wurde nun eines Besseren belehrt. Auch im ersten Quartal fand das Apple-Flaggschiff reißenden Absatz. Die Kalifornier verkauften 61,2 Millionen Geräte - ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Erfolg hob den konzernweiten Umsatz um 27 Prozent auf rund 58 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg sogar um ein Drittel auf 13,6 Milliarden Dollar.

Sämtliche Zahlen lagen deutlich über den Analystenerwartungen. Der Ausblick fiel zwar nicht ganz so stark aus, doch dürfte sich Apple bei der Prognose Luft nach oben gelassen haben. Zudem sind weitere Kurstreiber in Sicht: Die Apple Watch scheint sich besser zu verkaufen als gedacht. Von der hauseigenen Entwicklerkonferenz am 8. Juni sollten ebenfalls positive Impulse ausgehen. Auch unter Bewertungsgesichtspunkten bleibt der Titel ein Kauf.

CS





Fielmann: Demografische Entwicklung stützt



Wie ein Uhrwerk läuft die Gewinnmaschine der Optikerkette Fielmann. Gerade hat das Unternehmen die Bilanz für 2014 vorgelegt. Der Gewinn ist wie in den Vorjahren zweistellig gestiegen. Der Konzern hat keine Schulden. Deshalb schüttet er den größten Teil seines Gewinns aus. Auf der Hauptversammlung am 9. Juli soll eine Dividende in Höhe von 1,60 Euro beschlossen werden.

Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen 1,50 Euro gezahlt. Und diese Entwicklung setzt sich fort, wie die Zahlen zum ersten Quartal andeuten. Der steigende Altersdurchschnitt der Bevölkerung und die zunehmende Belastung der Augen durch elektronische Geräte wie Computermonitore spielen Fielmann in die Karten. Die regionale Präsenz und auch der Vertrieb von Hörgeräten werden ausgebaut. Weil das Unternehmen permanent wächst, ist die Aktie nicht mehr preiswert. Aber solange Gewinn und Dividende zulegen, dürfte der Kurs mitziehen.

LA





Zooplus: Hohes Wachstum unterstütz die Aktie



Kaum ein Onlinevertriebsmodell hat so gut eingeschlagen wie das von Zooplus. Offenbar eignet sich Tierbedarf besonders gut für E-Commerce. Das Unternehmen ist mittlerweile mit großem Abstand Marktführer in Europa. Auch die wachsende Marktpenetration scheint die Dynamik nicht zu behindern. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen seine Erlöse um 36 Prozent steigern. Selbst die reiferen Märkte im deutschsprachigen Raum verbesserten sich um 27 Prozent. Hier erzielt Zooplus schon heute hohe Margen.

Im laufenden Jahr soll das Unternehmen laut Management über 700 Millionen Euro umsetzen. Die Aktie ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und gemessen am Kurs-Gewinn- Verhältnis nicht preiswert. Das hohe Wachstum und die zunehmende Profitabilität geben dem Kurs immer wieder Auftrieb. Zudem gilt Zooplus wegen der erreichten Marktgröße als Übernahmekandidat.

LA





Microsoft: Auf Höhenflug mit der Cloud



Starke Margen und ein rasantes Wachstum mit den Datenservices über externe Server haben Microsoft ein exzellentes Quartalsergebnis beschert. Im Cloud-Segment verdoppelten sich die Erlöse gegenüber dem Vorjahr auf 6,3 Milliarden US-Dollar. Auf Konzernebene legte der Umsatz um sechs Prozent auf 21,7 Milliarden US-Dollar zu. Damit hat der Software-Dino die rückläufigen Einnahmen im Kerngeschäft mit Windows-Betriebssystemen und Office-Software locker weggesteckt.

Angesichts dieser Zahlen ist zu verschmerzen, dass die hohen Investitionen etwa in die von Nokia übernommene Mobilfunksparte den Konzerngewinn um gut zwölf Prozent auf fünf Milliarden US-Dollar schrumpfen ließen. Weiteren Schwung auf der Gewinnseite soll noch im Sommer das neue PC-Programm Windows 10 bringen. Beste Voraussetzungen also, dass die weiterhin günstige Aktie bald noch höhere Kursregionen anstrebt.

SRI





Facebook: Investitionen werden sich langfristig lohnen



Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Quartalszahlen von Facebook sind sensationell. Der Umsatz sprang per Ende März um 42 Prozent auf 3,54 Milliarden Dollar nach oben. Lediglich der starke Dollar drückte ein wenig, ansonsten wäre das Wachstum noch stärker ausgefallen. Die Zahl der Nutzer kletterte um 13 Prozent auf 1,44 Milliarden. Davon greifen über die Hälfte, 798 Millionen Mitglieder, täglich mit Smartphones und Tablets auf das soziale Netzwerk zu. Also alles eitel Sonnenschein? Nicht ganz. Die hohen Ausgaben, mit denen Facebook seine Angebote weiter nach vorn treiben will, waren Anlegern ein Dorn im Auge. Der Konzern verdiente mit 512 Millionen Dollar ein Fünftel weniger als vor einem Jahr. Doch wir gehen - genauso wie viele Analysten - davon aus, dass sich die Investitionen langfristig rechnen werden, und sehen in der Aktie weiterhin ein Nasdaq-Standardinvestment.

CS





Nikkei-Call: Hürde bei 20 000 Punkten genommen



Die japanische Börse zählt in Heimatwährung betrachtet zu den besten weltweit. Gerade hat der Börsenindex Nikkei die Hürde von 20 000 Punkten überwunden. Die Mixtur, die den Index treibt, bleibt intakt. Die Regierung und die Zentralbank versuchen, mit allen Mitteln die Wirtschaft anzukurbeln. Gleichzeitig werden die Zinsen auf einem tiefen Niveau gehalten. Hohe Liquidität und niedrige Zinsen suchen nach Katalysatoren.

Neben dem Yen ist das vor allem der Aktienmarkt. Die Firmen verdienen dank schwachem Yen gut. Zudem fließen Sparguthaben auf den Markt. Und der Index hat trotz des Anstiegs Aufholpotenzial. Er notiert weit unter den historischen Spitzenwerten von 39 000 Punkten aus dem Jahr 1989. Natürlich lässt sich ein Anstieg auf alte Höchstkurse nicht seriös proklamieren. Ausgeschlossen ist es in diesem Umfeld aber nicht. Anleger positionieren sich mit einem Call für das fast Undenkbare.

LA