Erst Mitte August hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat hinter ein fast drei Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot des Finanzinvestors Hellman & Friedman gestellt. Am Aktienmarkt kletterte das Zooplus-Papier um 4,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 441,20 Euro und lag damit deutlich über dem Angebotspreis von Hellman & Friedman von 390 Euro je Aktie.

Zooplus teilte mit, der Ausgang der Verhandlungen mit KKR und EQT sei "zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen" und es sei nicht abzusehen, ob sie zu einem Übernahmeangebot führen würden. Hellman & Friedman haben ihre Offerte für das Münchner Unternehmen Mitte August angekündigt. Doch das formelle Angebot wurde noch nicht veröffentlicht, die Übernahmefrist läuft noch nicht. Hellman & Friedman lehnte am Dienstag eine Stellungnahme ab.

Hellman & Friedman will den bisherigen Plänen zufolge das 1999 gegründete und in mehr als 30 europäischen Ländern aktive Unternehmen nach der Übernahme von der Börse nehmen, um die Neuaufstellung zu meistern. Zooplus benötigt frisches Geld, um in dem umkämpften Markt mit Konkurrenten wie Fressnapf, Pets At Home aus Großbritannien oder Tausendsassa Amazon weiter aktiv mitspielen zu können.

rtr