Aktuell bewegen sich die Märkte auf einem sehr hohen Niveau, was die Börsenaufsicht BaFin beunruhigt. Darum warnt die Aufsicht nun vor Verwerfungen, und das müssen Anleger wissen.

Es ist selten, dass sich die Finanzaufsicht BaFin zu aktuellen Entwicklungen an den Börsen äußert, doch wenn sie das tut, dann sollten Anleger genau hinhören.

BaFin warnt vor Crash an der Börse

"Wenn es in so einer unsicheren Welt beim Marktoptimismus, bei der Risikonahme in privaten Märkten und beim Wachstum von leicht regulierten Vehikeln so weitergeht, dann muss es irgendwann knallen", sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Mark Branson, in Frankfurt.

"Das Risiko steigt, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss. Das Potenzial für plötzliche Markt- und Preiskorrekturen ist hoch", warnte der Bafin-Chef weiter.

"Es bleibt auch das Risiko, dass die Märkte die Rolle des US-Dollars als globale Leitwährung infrage stellen", sagte Branson. "Oder die drastischen Versuche, Institutionen zu politisieren, mit der Folge, dass die internationale Kooperation im Krisenfall möglicherweise nicht wie in der Vergangenheit funktioniert."

Das Fazit des Bafin-Präsidenten: "Die Lage an den Finanzmärkten bleibt fragil und unsicher." Zwar gebe es zweifellos auch positive Faktoren, zum Beispiel seien Banken und Versicherer profitabel und solide kapitalisiert. "Es wäre jedoch fahrlässig, wenn wir uns in Sicherheit wiegen", warnte Branson.

Solide Aufstellung in unsicheren Zeiten

Eindeutige Worte also vom Chef der BaFin und eine klare Warnung an die Anleger. Immerhin erleben Investoren gerade trotz des KI-Hypes historisch hohe Bewertungen und eine wachsende Unsicherheit, was sich beispielsweise auch in der Performance des Goldpreises spiegelt.

Anleger, die sich deswegen jetzt etwas solider aufstellen wollen, sollten beispielsweise einen Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index werfen.

Enthält Material von dpa-AFX

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