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Banken auf Kurssuche

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WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG

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06.07.2022 - 08:05
21.05.2022 07:00:02

Während Anteilseigner die Strategie der Deutschen Bank diskutieren, treiben Übernahmespekulationen die Aktie der Commerzbank an. Von Wolfgang Ehrensberger

Viel Lob und nur verhal­tene Kritik gab es am Donnerstag auf der vir­tuellen Hauptversammlung der Deutschen Bank. Die Fonds­gesellschaft Union Investment kritisierte insbesondere die niedrige Bewertung, gemessen am Kurs­-Buchwert-­Verhältnis von 0,4, während der europäi­sche Bankensektor bei 0,8 liege. "Die Skepsis des Marktes ist noch groß", sagte Union­Invest­ment­Fondsmanagerin Alexan­dra Annecke. Am Ende stellte sie Vorstandschef Christian Sewing dennoch ein gutes Zeugnis aus: "Die Deutsche Bank ist stabiler, wettbewerbsfähiger und ver­ trauenswürdiger geworden."

Selbst der scheidende, teil­weise sehr umstrittene Auf­sichtsratschef Paul Achleitner bekam Lob. "Sie waren der Fels in der Brandung", sagte Anne­cke. Und auch Deka-­Experte Andreas Thomae stellte Bank­chef Sewing und Chefkontrol­leur Achleitner letztendlich ein gutes Zeugnis aus. Kritik gab es dagegen an Achleitners Nachfol­ger an der Aufsichtsratsspitze, dem Niederländer Alexander Wynaendts, lange Jahre Chef des Versicherungskonzerns Ae­gon. Annecke hatte gegen Wy­ naendts Wahl gestimmt - wegen "Ämterhäufung. Er hat zu viele Mandate", sagte Annecke. Die Bank wies das zurück. Auch ein­flussreiche Stimmrechtsberater wie ISS und Glass Lewis störten sich daran nicht. Die Deutsche Bank hatte Wynaendts bereits Ende 2021 für die Nachfolge von Achleitner auserkoren, der zehn Jahre an der Spitze des Kont­rollgremiums stand.

Unicredit in Lauerstellung


Unterdessen sorgten Speku­lationen über eine mögliche Übernahme der Commerz­bank durch die italienische HVB-Mutter Unicredit für Kurs­auftrieb beim zweitgrößten börsennotierten Geldhaus in Deutschland. Anlass war ein Bericht der "Financial Times", wonach es zu Jahresbeginn Gespräche zwi­schen Unicredit­-Chef Andrea Orcel und Commerzbank­-Chef Manfred Knof gegeben habe. Der Ukraine­Krieg habe jedoch zu einem Abbruch geführt, da sich die Italiener um ihr Russ­land­Geschäft hätten kümmern müssen. Die Commerzbank kommentierte den Bericht nicht, betonte aber ihren Willen zur Unabhängigkeit. "Mit der Strategie 2024 schaffen wir die Voraussetzungen, dass die Com­merzbank eigenständig bleiben kann", sagte eine Bankspreche­rin der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Verbindung zwi­schen Unicredit und der Com­merzbank gilt unter Experten schon lange als eine der am bes­ten passenden Kombinationen in der europäischen Banken­branche, da sich die Geschäfte beider Häuser kaum über­schneiden. Der Bund ist mit 15,6 Prozent Haupteigner der Com­ merzbank und hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.

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