Die Aktie von BASF gehört am Freitag zu den größten Verlierern im DAX. Hintergrund sind schlechte Aussichten für den Chemiekonzern. Das müssen Anleger jetzt wissen.
Die Aussichten für die deutsche Chemieindustrie sind weiter angespannt, sagt die Investmentbank Barclays. Die Aussichten für BASF & Co. verdüstern sich.
BASF: Das sieht nicht gut aus
So dürften laut Analyst Alex Sloane von der britischen Bank 2026 maue Absatzvolumina, eine träge Preisentwicklung sowie fragile Endmärkte das Geschehen prägen.
Für den europäischen Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals ging es am Vormittag um überdurchschnittliche 1,37 Prozent nach unten. Damit wackelt die jüngste Erholung, nachdem der Index 2025 in einem insgesamt sehr starken Börsenumfeld um rund sieben Prozent gefallen war.
So rangen Chemieunternehmen nicht nur mit den Problemen in Deutschland und Europa, sondern auch unter der seit Jahren andauernden schweren Immobilienkrise in China. Zudem drängen zunehmend chinesische Chemieunternehmen mit Exporten nach Europa.
Die Auslastung der Branche bleibe nahe historischer Tiefststände, chinesische Exporte drückten weiter die Preise in wichtigen Lieferketten, und Endmärkte wie Bau sowie Beschichtungen und Klebstoffe zeigten nur begrenzt Anzeichen eines nachhaltigen Aufschwungs, so Barclays-Experte Sloane.
Im Leitindex DAX waren die Anteilsscheine von BASF nach Veröffentlichung der Studie mit einem Verlust von 2,7 Prozent das Schlusslicht.
BASF trotzdem kaufen?
Keine guten Aussichten also für BASF und auch der Konsens der Analysten ist eher skeptisch. Die Experten sehen vom aktuellen Niveau lediglich drei Prozent Kurspotenzial und raten nur zum Halten der Papiere.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.