CHEMIE

BASF-Aktie nach Ausblick im Minus - Chemiekonzern bleibt in unsicherem Fahrwasser vorsichtig

BASF-Aktie nach Ausblick im Minus - Chemiekonzern bleibt in unsicherem Fahrwasser vorsichtig

WKN: A116ZE ISIN: US31832R1095 Firma Holdings Corp

0,05 USD
0,00 USD 3,81 %
15.01.2021 - 17:20
27.02.2015 14:08:00

Der Ausblick des Chemieriesen BASF hat die Anleger am Freitag enttäuscht. Die Aktien gaben zeitweise mehr als drei Prozent nach und waren damit das Schlusslicht im Dax. Seit Jahresbeginn haben die Titel rund 24 Prozent an Wert gewonnen. Nach Zuwächsen im Vorjahr rechnet BASF 2015 lediglich mit einem stagnierenden bereinigte Betriebsgewinn (Ebit).

BASF will im Jubiläumsjahr dem anhaltend schwierigen Wirtschaftsumfeld mit Einsparungen und Kürzungen bei den Investitionen begegnen. Das langsamere Wachstum in den Schwellenländern und schwankende Rohstoffpreise bereiten dem weltgrößten Chemiekonzern Sorgen. Zudem dämpften politische Konflikte die Weltwirtschaft. "Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 ist mit besonders hohen Unsicherheiten behaftet", erklärte BASF-Chef Kurt Bock am Freitag in Ludwigshafen. Nach Zuwächsen 2014 rechnet Bock daher in diesem Jahr nur mit einem stagnierenden bereinigten Betriebsgewinn. Der Umsatz solle leicht zulegen. "Ich finde, dass ist ein sportliches Ziel für uns", sagte Bock. "Letztlich wird auch der Ölpreis darüber entscheiden, ob wir das Gesamtergebnis steigern werden."

Das langfristige Ergebnis-Ziel, das für 2020 bislang einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 22 Milliarden Euro vorsieht, bezeichnete der BASF-Chef aus heutiger Sicht als "sehr, sehr anspruchsvoll". Allerdings: "In fünf Jahren kann relativ viel passieren," fügt er hinzu.

Die Anleger reagierten verschnupft auf die Geschäftsaussichten bei BASF. Die Aktie büßte 2,8 Prozent ein und war damit Schlusslicht im Leitindex Dax. Zwar sei das vierte Quartal deutlich besser ausgefallen als erwartet, kommentierte die DZ Bank. Der Ausblick 2015 sei aber bescheiden.

Im vergangenen Jahr baute BASF seinen um Sondereinflüsse - wie Restrukturierungen - bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) um vier Prozent auf 7,4 Milliarden Euro aus. "Wir haben unser Chemiegeschäft weiter gestärkt und die Margen wiederum verbessert", betonte Bock. BASF profitierte 2014 im Petrochemiegeschäft vom deutlich gefallenen Ölpreis und einer höheren Auslastung der Großanlagen, die aus Nafta oder Gas, chemische Grundprodukte erzeugen. Rund lief es auch in der Sparte Functional Materials & Solutions, in der unter anderem das Geschäft mit Abgaskatalysatoren florierte. Dagegen sank das Ergebnis im Öl- und Gasgeschäft: Hier machte BASF der stark gesunkene Ölpreis zu schaffen. Bock rechnet deshalb 2015 für die Sparte mit deutlich schrumpfenden Ergebnissen.

Weltweit setzte BASF mit seinen mehr als 113.000 Beschäftigten im vergangenen Jahr 74,3 Milliarden Euro um, was geringfügig über dem Vorjahreswert lag. Der Konzernüberschuss stieg um 7,6 Prozent auf 5,16 Milliarden Euro. Dazu trugen auch Einnahmen aus der Trennung von Geschäften bei, wie aus dem Verkauf des Anteils an der Kunststoff-Firma Styrolution. Aktionäre sollen von dem Gewinnanstieg profitieren: Ihnen stellte Bock für 2014 eine um zehn Cent auf 2,80 Euro je Aktie erhöhte Dividende in Aussicht.

Auf Seite 2: BASF SCHALTET BEI INVESTITIONEN GANG ZURÜCK

Seite: 1 | 2

Aktien in diesem Artikel

BASF 67,25 -0,96% BASF
Firma Holdings Corp 0,05 3,81% Firma Holdings Corp

Rohstoffe in diesem Artikel

Ölpreis (WTI) 52,04 -1,68
-3,13

Indizes in diesem Artikel

DAX 13.787,73
-1,44%

Aktienempfehlungen zu Firma Holdings Corp

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit