Ausgangssituation und Signal



Ein fulminanter Auftakt in den Tag! Die Bayer hat am Dienstagmorgen, noch vor Börsenstart, Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert. Diese fielen sehr stark aus und besser, als vom Markt erwartet. Das lockt Käufer an: Die Notierungen von Bayer gehen am Dienstag sehr fest in den Handel und gewinnen kurz nach Handelsstart knapp bis zu 3,2 Prozent an Wert. Die positive Kursbewegung der jüngsten Vergangenheit geht bei der Bayer-Aktie damit in die nächste Runde. Rückblick: Seit dem Jahrestief im vergangenen September (44,47 Euro) sind die Notierungen um bis zu 14 Prozent gestiegen.

Im kurzfristigen Bereich zeigt sich die ansteigende 21-Tagelinie (grüne Linie) bei 48,71 Euro als Unterstützung. Solange die 21-Tagelinie nach oben strebt, solange sprechen Analysten grundsätzlich von einem kurzzeitigen Aufwärtstrend. Liegen die Kurse des Basiswertes zudem oberhalb ihrer ansteigenden 21-Tagelinie - wie derzeit bei der Bayer-Aktie der Fall -, so ist dies grundsätzlich ein Zeichen von kurzfristigem Kaufinteresse seitens der Anleger. Ein Kaufinteresse, aus dem mehr erwachsen könnte.


Die Charts im Detail



Doch Vorsicht: Die jüngste Aufwärtsrallye hat auch dazu geführt, dass sich der Basiswert bereits ein wenig heiß gelaufen hat. Der Titel droht, als "überkauft" zu gelten, wie Chartisten sagen. Ein Hinweis darauf liefert der prozentuale Abstand zwischen 21-Tagelinie (grüne Kurve) und Aktienkurs. Dieser bewegt sich beim Bayer-Kurs bei derzeit 5,3 Prozent und schreitet damit in Richtung eines Extrembereichs (siehe Kurve unterhalb des Tagescharts). Das könnte in Gewinnmitnahmen münden, zumal im Bereich um 52,69 Euro mit einem ersten Widerstand zu rechnen ist (siehe Tageschart). Aber auch eine Konsolidierung auf hohem Niveau könnte dazu beitragen, die aktuell leicht überhitzte Marktsituation auf ein wieder gesundes Maß zu reduzieren.

Was die längerfristige Aussicht anbelangt, so hilft ein Blick auf den Wochen- / Monatschart weiter. Gerade der Blick auf den Wochenchart kann sehr interessant sein. Dieser nämlich offenbart das mittelfristige Trendverhalten eines Basiswertes. Denn beim Wochenchart basiert die Betrachtungsweise auf wöchentlichen Kursdaten. Im Falle von Kerzencharts etwa bildet jede Kerze (engl.: "Candle") das Kursverhalten einer Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.

Im Wochenchart (Chart 2) zu sehen: Die 200-Tagelinie (blaue Kurve). Im Wochenchart entspricht sie in etwa der 40-Wochenlinie; im Monatschart in etwa der 9-Monatslinie. Mit ihrem nahezu waagerechten Verlauf hat diese aktuell eine nur noch geringe Aussagekraft als Schlüsselmarke. Dieser gleitende Durchschnitt verläuft bei derzeit 51,04 Euro und damit wieder unterhalb der aktuellen Kursnotierung der Bayer-Aktie. Ein grundsätzlich positives Zeichen.


Tageschart





Wochenchart




Monatschart





Empfehlung der Redaktion



Bayer AG: ein Titel, in dem wieder Power steckt! Würden sich die Kurse signifikant oberhalb ihrer 200-Tagelinie (51,04 Euro) etablieren, so wäre dies positiv zu bewerten mit einem nachfolgende Kursziel im Bereich um 55 Euro. Eine Kursmarke, die sich aus dem Wochenchart herleiten lässt. Längerfristig ist das bisherige Jahreshoch bei 57,73 Euro ins Visier zu nehmen. Das Aufwärtspotenzial, alleine in der Aktie, kann sich damit sehen lassen. Andererseits lässt sich aktuell im Falle von Bayer mit relativ engmaschigen Stop-Losskursen agieren. Diese könnten sich knapp unterhalb signifikanter Unterstützungslinien platziert finden - siehe abgebildete Tabelle. Damit überzeugt der Basiswert gegenwärtig auf der Long-Seite.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 57,73
Oberes Ziel 1 52,69
Unteres Ziel 1 48,59
Unteres Ziel 2 48,16


Trading-Ideen

Trading-Idee
Basiswert
Produktvorstellung Turbo
WKN MA3GV4
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 41,42
Knock-Out-Schwelle 43,30
Hebel 4,86
Kurs in EUR 1,01


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Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


AUTOR Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er über viele Jahre hinweg in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht. www.index-radar.de