Die Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer sind am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Grund sind neue Nachrichten zum Thema Glyphosat. Diese Marken sollten Anleger dabei unbedingt beachten.

Die Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer sind am Dienstag bereits vorbörslich deutlich unter Druck geraten und haben 3,3 Prozent im Wert verloren. Ursache ist die Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um die milliardenschweren US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.

Bayer-Aktie sackt nach neuen Nachrichten ab

Denn aus den Fragen der Richter in der Anhörung ergab sich ein gemischtes Bild. So äußerte sich Brett Kavanaugh dahingehend, dass es möglicherweise einer Uniformität bei Warnhinweisen in den USA bedürfe. Diese werden bisher je nach Bundesstaat individuell gefordert. Der Vorsitzende Richter, John Roberts, stellte hingegen die Frage, ob es Bundesstaaten nicht erlaubt sein sollte, auf neue Risiken hinzuweisen.

Bayer macht sich Hoffnung, dass ein positives Grundsatzurteil im Fall "Durnell" dabei helfen könnte, das teure Thema in absehbarer Zeit abschließen zu können. "Ein Urteil zugunsten des Unternehmens würde die nötige regulatorische Klarheit bringen, um in den USA zugelassene und neue Produkte für Landwirte und Verbraucher auf den Markt zu bringen", hieß´es in der Mitteilung vom Montag entsprechend abschließend.

Die Richter müssen entscheiden, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Verkauf der Unkrautvernichter - wie Bayer argumentiert - über dem Recht von Bundesstaaten steht. Der Fall des Klägers John Durnell war ursprünglich im Oktober 2023 in St. Louis verhandelt worden. Die Geschworenen waren der Auffassung, dass das Unternehmen zu einer Krebswarnung verpflichtet gewesen wäre, und sprachen dem Kläger eine hohe Entschädigung zu. Bayer wählte diesen Fall dann später für einen Gang vor den obersten US-Gerichtshof aus, um ein Grundsatzurteil zu erzielen. Experten rechnen mit einem Urteil bis Ende Juni, da um diesen Zeitraum herum die aktuelle Sitzungsperiode des US Supreme Court endet.

Bayer-Aktie: Diese Nachrichten sind entscheidend

Beim Thema Glyphosat wird es also wieder spannend und entsprechend kommt es unter Investoren angesichts der Unsicherheit zu Gewinnmitnahmen. Anleger sollten in dieser Situation einige wichtige Marken im Auge behalten.

Denn ein Unterschreiten der Niveaus bei 37,30 Euro und 35,30 Euro könnte charttechnisch gesehen deutliches Ungemach für den DAX-Konzern auslösen. Wesentlich unangenehmer wäre außerdem ein Fall unter die 200-Tage-Linie bei 33,95 Euro.

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Bayer (WKN: BAY001)

Enthält Material von dpa-AFX

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Häufig gestellte Fragen

Warum fällt die Aktie von Bayer?

Die Aktie von Bayer fällt nachdem sich aus der Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um die milliardenschweren US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten ein gemischtes Bild ergeben hat.

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Welche Chartmarken sind für die Bayer-Aktie jetzt relevant?

Ein Unterschreiten der Niveaus bei 37,30 Euro und 35,30 Euro könnte charttechnisch gesehen deutliches Ungemach für den DAX-Konzern auslösen. Wesentlich unangenehmer wäre außerdem ein Fall unter die 200-Tage-Linie bei 33,95 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.