Bilfinger-Aktie: Antizyklische Einstiegschance
· Börse Online Redaktion
Eine höchst interessante Einstiegschance bietet sich aktuell bei der so böse abgestraften Bilfinger-Aktie. Die markierte im Frühjahr 2014 noch ein Allzeithoch, nur um bis Dezember 2014 zunächst auf ein Vier-Jahres-Tief zurück zu fallen. Nach der Erholung bis April auf ein Acht-Monats-Hoch ging es in dieser Woche bis auf den niedrigsten Stand seit August 2009 zurück. Bestätigt wurde damit aber der durch Tiefs von 2000 und 2002 definierte Basis-Aufwärtstrend.
Mit dem ausgesuchten Investment auf Bilfinger kann man in zweierlei Weise reüssieren. Einmal bietet sich die Möglichkeit, dass dieser Aufwärtstrend auch in den kommenden Monaten behauptet wird. Das würde auch einen möglichen Rebound des MDAX-Werts an den im Mai durchbrochenen Gleitenden 200-Monats-Durchschnitt um 43 Euro wahrscheinlich machen und das ausgewählte Derivat in die Höhe treiben und schnelle Gewinnmitnahmen ermöglichen.
Käme es dagegen zum Bruch der Trendlinie, baut man auf eine Stabilisierung am logarithmischen 50-Prozent-Fibonacci-Retracement der 2000/2014-Bewegung von Allzeittief zu Allzeithoch. Bereits die 38,2-Prozent-Marke hatte Ende 2014 erst einmal stabilisierend gewirkt. Die entsprechende Unterstützung liegt bei gut 33 Euro und damit leicht über der Obergrenze des ausgewählten Capped-Calls.
Der Schein wird um 24 Prozent zulegen, sofern die Bilfinger-Aktie am 18. März 2016 bei mindestens 33,00 Euro notiert. Gewinnmitnahmen sollten bei 4,75 Euro angestrebt werden. Der Stopp wird bei zunächst 3,05 Euro platziert und wöchentlich um 3 Cent angehoben.
Auf Seite 2: Der Optionsschein im Detail
Name: Bilfinger-Capped-Call
WKN: PS42YG
Aktueller Kurs: 4,01 € / 4,06 €
Laufzeit: 18.03.16
Basis/Cap: 28,00 € / 33,00 €
Stoppkurs: 3,05 €
Anpassung Stoppkurs: +0,03 € / wöchentlich
Zielkurs: 4,75 €
Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.
www.smartanlegen.de
Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten
Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regelmäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteigerungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86470-785-8