Blackberry, früher vor allem durch seine Smartphones mit Tastatur bekannt, hatte zuvor seinen Ausblick für das bereinigte Umsatzwachstum für das Gesamtjahr auf 23 bis 25 Prozent von zuvor 23 bis 27 Prozent. Zudem konnten die Geschäftszahlen für das zweite Quartal nicht überzeugen. Der Umsatz stieg zwar gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 261 Millionen US-Dollar, Analysten hatten im Vorfeld aber 266 Millionen Dollar erwartet.

Besonders arg verstimmte die Investoren aber, dass die Profitabilität der Kanadier gesunken ist. Die bereinigte Bruttomarge lag im zweiten Quartal bei 72,1 Prozent und damit deutlich unter den 76,7 Prozent im Vorjahr. Bedenklich ist zudem, dass der freie Cash Flow gegenüber dem Vorjahr gleich um 54 Prozent auf 17 Millionen Dollar eingebrochen ist. Gemäß dem vom Wirtschaftsdienst Bloomberg entwickelten Bloomberg Default Risk Model ist damit das Kreditrisiko des ziemlich hoch verschuldeten Unternehmens markant gestiegen - allerdings auf immer noch niedrigem Niveau. Die Ausfallwahrscheinlichkeit für das nächste Jahr liegt jetzt 0,1 Prozent, bisher betrug sie von 0,021 Prozent. Blackberry konzentriert sich mittlerweile auf Sicherheitssoftware rund um das Internet of Things (IoT) und stellt keine eigenständigen Smartphones mehr her.

rtr