In der Nacht zum Donnerstag hat Trump eine TV-Rede an die Nation gehalten. Daraufhin fallen die Börsen und der Ölpreis steigt schon wieder. Das steckt konkret dahinter.
Um 3 Uhr morgens deutscher Zeit hat sich US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in einer Rede an die Nation gewendet. Das Ergebnis: Die Ölpreise steigen um vier Prozent und die US-Futures sacken um 1 Prozent nach unten. Auch in Asien gaben die Börsen nach.
Börsen nach Trump-Rede unter Druck
Die USA haben nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump ihre Hauptziele im Iran-Krieg nahezu erreicht. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört und die Raketen des Landes so gut wie aufgebraucht oder unbrauchbar, sagte Trump. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen. Er werde nie erlauben, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Das Land werde innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen hart getroffen werden, kündigte er an. Dies bedeutet neue Angriffe.
Die USA haben seit Beginn der Kampfhandlungen diverse Angaben zu ihren Kriegszielen gemacht. Kritiker warfen Trump daher vor, keinen klaren Plan zu haben und einen Schlingerkurs zu verfolgen. Zu den häufig genannten Zielen zählt etwa die Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans. Trump behauptete teils schon kurz nach Kriegsbeginn, dass diese Ziele beinahe erreicht seien. Der Iran wies dies zurück. Teheran beteuert auch seit langem, mit seinem Atomprogramm nicht nach Atomwaffen zu streben.
Der US-Präsident hatte seit Beginn des Kriegs vor mehr als einem Monat auch schon mehrfach erklärt, dass der Krieg fast vorbei sei - die Militärpräsenz der USA in der Region baute er zuletzt aber weiter aus. Zuletzt sagte Trump, er rechne mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen.
Darum ist Ihr Depot jetzt rot
Doch warum steigt Öl infolge der Ankündigung und die Börsen fallen? Dies liegt einerseits daran, dass sich Anleger von Trumps Ankündigung mehr erhofft haben. Abseits von den üblichen Floskeln lieferte der US-Präsident keine neuen Erkenntnisse zum Iran-Konflikt und kündigte sogar weitere Angriffe an.
Andererseits mehren sich die Signale, dass die USA über Ostern Bodentruppen in den Iran entsenden könnten. Auf Polymarket ist die Wahrscheinlichkeit für eine Invasion bis zum 30. April zuletzt auf 57 Prozent gestiegen (der Wettmarkt hat ein Volumen von 100 Millionen US-Dollar).
Auch bekannte Experten hatten sich skeptisch geäußert. „Ich halte es für wahrscheinlich, dass an diesem langen Wochenende eine Art Bodenoperation stattfinden wird“, schrieb Ex-J.P. Morgan Chefstratege Marko Kolanović in einem Beitrag auf X und fügte hinzu, dass „all der Lärm und die Täuschung“ dazu dienten, „die Märkte (Aktien) zu stützen und den Ölpreis niedrig zu halten“.
Nach der Rallye am Mittwoch dürfte die Lage an den Märkten also unruhig bleiben. Anleger, die sich jetzt sicher aufstellen wollen, sollten einen Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index werfen.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Warum fallen die Börsen am Donnerstag?
Die Börsen fallen am Donnerstag aus Angst vor einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg. Trotz der Nachricht aus dem Weißen Haus, dass in 2 bis 3 Wochen der Konflikt beendet sein könnte, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Entsendung von Bodentruppen.
Wie stark fallen die Kurse am Donnerstag?
Infolge neuer Angst vor einer Iran-Eskalation befinden sich die großen asiatischen Börsen am Donnerstag um 6 Uhr deutscher Zeit 2 Prozent im Minus, die US-Futures rund 1,0 Prozent.
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