Bund erwägt neuen Anlauf zur Bahn-Privatisierung
· Börse Online Redaktion
Die Bundesregierung will den Beteiligungsbericht 2014 am Mittwoch verabschieden. Der letzte Bericht stammt aus dem Jahr 2012.
Ein versuchter Börsengang der Bahn war Ende 2008 wegen der Finanzkrise verschoben worden. In ihrem Koalitionsvertrag hatten Union und SPD keine Aussagen zu einer Privatisierung getroffen. In dem Bericht heißt es nun: "Sofern es die Situation des Unternehmens zulässt, das Marktumfeld stabil und der Kapitalmarkt für eine schrittweise, ertragsorientierte Privatisierung der Transport- und Logistiksparte aufnahmebereit ist, kann eine Beteiligung privater Investoren wieder geprüft werden". Eine Privatisierung der Eisenbahninfrastruktur, insbesondere des Schienennetzes, ist nicht vorgesehen.
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TELEKOM-VERKAUF WIRD "SORGFÄLTIG GEPRÜFT"
An der Telekom hält der Bund noch einen direkten Anteil von 14,26 Prozent, weitere 17,44 Prozent liegen bei der Staatsbank KfW. In dem Bericht heißt es, weitere Privatisierungs-Schritte würden anhand der Kriterien Kapitalmarktsituation, wirtschaftliche Situation des Unternehmens und Interessen des Bundes "sorgfältig geprüft". An der Deutschen Post ist der Bund nur noch indirekt über die KfW mit 21 Prozent beteiligt.
Dem Bericht zufolge besteht seitens der Regierung an der Beteiligung am Flughafen Köln/Bonn von 30,9 Prozent kein Interesse mehr. Auch von seinem 26-prozentigen Anteil am Flughafen München will sich der Bund "in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation" trennen. Die Beteiligung an der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg steht ebenfalls auf dem Prüfstand. An dieser hält der Bund 26 Prozent. In dem Bericht wird allerdings darauf verwiesen, dass ein Verkauf erst zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des Flughafens möglich sei.
Geprüft oder geplant werden außerdem Verkäufe der Anteile an der "Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau GmbH" (DEGES), an der Deutschen Flugsicherung (DFS) und an der "ÖPP Deutschland Beteiligungsgesellschaft".
Reuters
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