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Cannabis-Aktien: So profitieren Anleger vom Milliardenmarkt

Cannabis-Aktien: So profitieren Anleger vom Milliardenmarkt

WKN: A140QA ISIN: CA1380351009 Canopy Growth Corp

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22.02.2019 - 11:18
09.02.2019 02:20:00

Viele denken bei Cannabis nur an Marihuana und Joints. Dabei erlebt Hanf auch als Nutzpflanze eine Renaissance. Ein Milliardenmarkt, von dem auch Anleger profitieren können. Von Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag.



"München will Hanf anbauen." Diese Schlagzeile einer Lokalzeitung im noch jungen Jahr mag viele überraschen. Denn Bayern ist nicht gerade bekannt für eine lockere Politik in puncto Cannabis. Doch geht es hier auch gar nicht um regionalen Nachschub für Kiffer. Es geht um Patienten, deren Schmerzen durch den Konsum von Medizinalhanf gelindert werden können.



Seit April 2017 ist Cannabis in Deutschland als Medizin verschreibungsfähig. Doch in Apotheken kommt es immer wieder zu Lieferengpässen, da die Nachfrage steigt und Medizinalhanf aus Kanada und den Niederlanden importiert werden muss. München will nun einen Modellversuch für ein Cannabisanbauprojekt auf den Stadtgütern beantragen.


Das Vorhaben der bayerischen Landeshauptstadt ist nur einer von vielen Belegen für den Bewusstseinswandel im Hinblick auf Hanf. Lange Zeit als ­Kifferkraut verschrien, werden zunehmend die Vorteile und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der jahrtausende­alten Kulturpflanze (wieder-)entdeckt. Derzeit entsteht ein gewaltiger Markt, der auch Anlegern attraktive Chancen bietet. Aktuell sind die Investitionsmöglichkeiten noch begrenzt und von oftmals spekulativer Natur. Doch bereits heute wird Hanf in mehr als 50.000 Produkten verarbeitet und entwickelt sich zusehends zu einem milliardenschweren, legalen Wirtschaftsfaktor. Noch sind jedoch einige Hürden zu nehmen.

Nördlingen im Landkreis Donau-Ries. In einem unscheinbaren Fabrikkomplex im Industriegebiet sitzt die Firma Thermo Natur, eines der führenden Unternehmen für ökologische Dämmstoffe in Europa. Groß geworden sind die Nördlinger, deren Hauptgesellschafter der Schokoladenriese Ritter ist, mit ihren Dämmmatten aus Hanf. "Das Naturmaterial bietet viele Vorteile", schwärmt Geschäftsführer Kurt Hogh. "Es sorgt für ein gutes Feuchtigkeitsmanagement im Haus, ist schimmelresistent, und es gibt keine ausdampfenden Zusätze." Die Hanfpflanze selbst wachse ohne Dünger und müsse nicht durch Pestizide geschützt werden. Zudem regeneriere sie die Böden, auf denen sie gedeihe.

Eigentlich eine prima Sache. "Unser Problem sind nur die hohen Kosten für Hanffasern", sagt Hogh. Denn der Rohstoff werde auch in der Automobilin­dustrie immer häufiger eingesetzt, etwa bei Tür- und Kofferraumauskleidungen oder Armaturenbrettern. Rund 15 Prozent beträgt der Marktanteil der Autobauer derzeit am Hanffasermarkt. "Die gestiegene Nachfrage durch die Kfz-Hersteller hat Hanf natürlich verteuert und hält die Preise hoch", erklärt Hogh. Überwiegend müsse der Rohstoff aus Frankreich importiert werden.

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Bildquelle: Dmitriy Denysov/123RF

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