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Cisco-Aktie und Co: Welche IT-Sicherheitsfirmen ins Depot gehören

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WKN: A1W4G7 ISIN: US31816Q1013 FireEye Inc

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19.07.2019 - 15:56
14.09.2015 07:40:30

Cyberkriminelle werden immer dreister. Einer Gruppe von sogenannten "Crackern" ist es bereits gelungen, an Insiderinformationen zu gelangen und Börsenkurse zu beeinflussen. Wer Abhilfe schafft. Von Joachim Jakobs

Die Erkenntnis von Udo Helmbrecht ist so einfach wie brutal: "Kriminelle gehen da hin, wo das meiste Geld zu holen ist", sagt der Exekutiv-Direktor der Europäischen Behörde für Internetsicherheit (ENISA). Besonders viel Geld wittern sie naturgemäß an der Börse. Und die besten Karten, dort die größte Beute zu machen, haben diejenigen, die Zugriff auf Insiderinformationen haben - oder gleich die Algorithmen manipulieren können, die im Computerhandel verwendet werden.

Im vergangenen Dezember wies der -Sicherheitsberater FireEye auf eine Attacke von Internetkriminellen gegen 100 börsennotierte Pharmafirmen sowie deren Anwälte und Berater hin. Dabei sollen die Täter auf der Suche nach geheimen Informationen über Fusionen, Übernahmen und ähnliche kursbewegende Ereignisse gewesen sein.

Um an diese Informationen zu gelangen, werden die Zielpersonen individuell behandelt: Sie erhalten eine E-Mail - scheinbar von einer vertrauten Person - mit einer Schadsoftware, die speziell auf die Lücken im System des Empfängers zugeschnitten ist. Neben dem Computerschädling kann das Dokument außerdem Informationen enthalten, mit deren Hilfe die Entscheidungen der Zielperson manipuliert werden sollen. Der Brief ist im üblichen Börsenjargon und grammatikalisch perfekt abgefasst, um keinen Verdacht zu erwecken.

Sollte der erste Angriff in der Firma scheitern, kann man warten, bis sich die Zielperson auf Reisen begibt. "Darkhotel" hat der Sicherheitsberater Kaspersky einen Angriff genannt, bei dem die Täter dem Opfer im (häufig kostenlosen) WLAN-Funknetz des jeweiligen Hotels auflauern. Zu den Zielpersonen sollen insbesondere Geschäftsführer und Marketingdirektoren gehören. Beim Einbuchen ins hoteleigene Netz wird ihnen beispielsweise ein falsches Update des Adobe Reader untergeschoben, das dann wiederum das eigentliche Spionagewerkzeug installiert.

Der Angriff richtet sich nach Erkenntnissen von Kaspersky ausschließlich gegen zuvor ausgewählte Personen. Kein anderer Gast wird behelligt. Nach der jeweiligen Attacke versuchen die Angreifer, ihre Spuren so gut wie irgend möglich zu verwischen.

Seit einigen Wochen ist eine Gruppe von sogenannten "Crackern" (der Ausruck ist vom englischen Verb "to crack" für "knacken" oder "einbrechen" abgeleitet) mit Klagen von Staatsanwälten aus den US-Bundesstaaten New Jersey und New York konfrontiert. Der Vorwurf: Die Beklagten sollen 150 000 Pressemitteilungen diverser Agenturen wie Business Wire, Market-wired und PR Newswire jeweils Stunden oder gar Tage vor dem eigentlichen Veröffentlichungszeitpunkt gestohlen und die Informationen mit Aktien von Boeing, Hewlett-Packard, Netflix, Nvidia, Oracle und Verisign sowie entsprechenden Derivaten zu Geld gemacht haben.

Die Cracker sollen von Russland und der Ukraine aus agiert haben, ihre Abnehmer saßen nicht nur in diesen beiden Ländern, sondern auch in Frankreich, auf Malta, in den USA und auf Zypern. Nur einer der Profiteure dieser Deals soll überhaupt Erfahrung in der Finanzwelt gehabt haben - den Profit von 100 Millionen US-Dollar hat das offenbar nicht geschmälert.

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Bildquelle: Jim Young/Reuters

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