Comdirect-Aktie: Commerzbank-Tochter kürzt trotz Rekordgewinn die Dividende
· Börse Online Redaktion
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Comdirect-Finanzchef Dietmar von Blücher betonte, auch die Europäische Zentralbank (EZB) als Bankenaufseher fordere eine dickere Eigenkapitaldecke. Comdirect kam Ende 2016 nur auf eine Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) von 3,0 Prozent, die am unteren Rand der Anforderungen liegt.
Die Commerzbank, die 81 Prozent an Comdirect hält, muss sich mit einer Ausschüttung von knapp 29 Millionen Euro begnügen. In den beiden Vorjahren, als die Direktbank-Tochter mit 40 Cent je Aktie fast den gesamten Gewinn ausgeschüttet hatte, erhielt sie 46 Millionen Euro.
Ein Extra-Geldregen von 41 Millionen Euro aus dem Verkauf der Anteile am Kreditkarten-Konzern Visa Europe trieb den Gewinn vor Steuern 2016 auf das Rekordniveau von 120,7 (90,6) Millionen Euro. Sonst wäre er wegen der sinkenden Zinseinnahmen zurückgegangen, obwohl Comdirect im abgelaufenen Jahr nahezu 130.000 Kunden gewann und das Depotvolumen netto um 5,9 Milliarden Euro wuchs. Die Übernahme des Finanzportals Onvista soll Comdirect den nächsten Wachstumsschub bringen. Die Bank will Onvista zur Kundengewinnung nutzen und Größenvorteile etwa in der Abwicklung von Transaktionen heben. 2019 erhofft sich Finanzvorstand von Blücher davon zehn bis 15 Millionen Euro mehr Gewinn vor Steuern. Im laufenden Jahr werde Onvista das Ergebnis zumindest nicht belasten.
rtr
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