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Daimler-Aktie, Allianz und Co: Die attraktivsten deutschen Dividendenstars

Daimler-Aktie, Allianz und Co: Die attraktivsten deutschen Dividendenstars

WKN: A0Z23G ISIN: DE000A0Z23G6 DEAG Deutsche Entertainment AG

5,58 EUR
0,34 EUR 6,49 %
25.02.2020 - 08:16
08.05.2016 07:29:30

In den kommenden Wochen steht bei vielen deutschen Unternehmen die Auszahlung der Gewinnbeteiligung an - Grund genug für uns, den Kurszettel nach den attraktivsten Dividendenpapieren zu durchforsten. Unsere 25 Favoriten bieten Renditen von bis zu acht Prozent. Von Christian Scheid

Egal ob Absatz, Umsatz oder Gewinn: Daimler hat im vergangenen Jahr in allen Belangen neue Rekorde erzielt. Als Krönung des Erfolgs wurde Vorstandschef Dieter Zetsche von den Lesern von €uro, €uro am Sonntag und BÖRSE ONLINE zum "Unternehmer des Jahres 2016" gewählt.

Auch auf der Hauptversammlung am 6. April in Berlin dürfte der Daimler-Manager in rundum zufriedene Gesichter blicken. Kein Wunder: Nachdem Umsatz und Gewinn voriges Jahr prozentual zweistellig gestiegen sind, können die Anteilseigner am Tag nach dem Aktionärstreffen mit einer Dividende von 3,25 Euro je Aktie rechnen - rund ein Drittel mehr als im Jahr davor. Insgesamt nimmt der Konzern knapp 3,5 Milliarden Euro in die Hand. Damit ist Daimler der Spitzenzahler in Deutschland. Auch gemessen an der Dividendenrendite von 4,9 Prozent gehören die Schwaben zu den spendierfreudigsten deutschen Unternehmen.

Mit der Daimler-Hauptversammlung fällt der Startschuss für die heiße Phase der Dividendensaison. Wie in jedem Jahr hat BÖRSE ONLINE diesen Termin zum Anlass genommen, um den deutschen Kurszettel nach den interessantesten Renditepapieren zu durchforsten. Nach unseren Berechnungen werden die deutschen Unternehmen insgesamt rund 43,49 Milliarden Euro ausschütten. Der Großteil davon entfällt auf die Monate April und Mai. Voraussichtlich 187 Unternehmen werden ihre Dividende erhöhen. Nur bei 58 Firmen ist eine Senkung angekündigt oder absehbar.

Der Rückgang von knapp zwei Prozent gegenüber der Vorjahressumme von 44,35 Milliarden Euro ist vor allem den drastischen Dividendenkürzungen bei einigen wenigen Unternehmen geschuldet: Nachdem die Deutsche Bank für 2014 noch gut eine Milliarde Euro springen ließ, lässt das Geldinstitut die Ausschüttung für 2015 und für 2016 ganz ausfallen. Beim Versorger RWE können nur die Vorzugsaktionäre noch mit einer Minimaldividende von 13 Cent je Anteilschein rechnen. Auch bei Volkswagen gibt es Anzeichen für einen Dividendenausfall. Bereinigt um diese Ausreißer wäre die Dividendensumme in Deutschland gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

In Bezug auf die Rendite haben die vier deutschen Auswahlindizes deutlich mehr zu bieten als voriges Jahr. Denn während die Ausschüttungen bei vielen Unternehmen steigen werden, liegen die Kursniveaus rund 20 Prozent tiefer als zur letztjährigen Dividendensaison. Mit einer Rendite von rund drei Prozent liegt aktuell der DAX mit Abstand vorn. Während es im MDAX im Schnitt immerhin noch gut 2,3 Prozent zu holen gibt, können Anleger selbst im SDAX und im TecDAX mit gut 1,6 Prozent rechnen. Das ist fast das Zehnfache dessen, was zehnjährige deutsche Bundesanleihen derzeit zu bieten haben.



Auf der Suche nach Rendite kommen Investoren an dividendenstarken Aktien also nicht vorbei - erst recht nicht, seit Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank EZB, die Leitzinsen in der Eurozone auf null gesenkt hat. Allein auf die Ausschüttungsrendite zu zielen, greift allerdings zu kurz: "Eine hohe Dividendenrendite kann auf Schnäppchenpreise hindeuten - oder eine Warnung sein, dass ein Unternehmen die üppigen Ausschüttungen der Vergangenheit nicht dauerhaft halten kann", sagt Christian W. Röhl, Gründer der unabhängigen Researchplattform Dividendenadel. Für den Kapitalmarktexperten sind die Kriterien Kontinuität, Ausschüttungsquote und Wachstum mindestens ebenso wichtig (siehe Interview auf Seite 8).

Auch BÖRSE ONLINE stellt bei den Empfehlungen nicht ausschließlich auf die Dividendenrendite ab. Auch die fundamentalen Wachstumsperspektiven und die übrigen Bewertungskennziffern müssen bei den Kaufkandidaten überzeugen. Auf dieser Basis haben wir die jeweils fünf interessantesten Renditeperlen aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX herausgefiltert. Dazu kommen fünf ertragreiche Nebenwerte (siehe Seite 6). Damit Sie keinen Termin verpassen, haben wir auch für dieses Jahr wieder einen Dividendenkalender erstellt. Er enthält von 184 Firmen neben Datum und Ort der Hauptversammlung auch die Höhe der Zahlung.

Auf Seite 2: Guter DAX-Jahrgang



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