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Das können die Schweden-Aktien, was Anleger wissen sollten

Das können die Schweden-Aktien, was Anleger wissen sollten

WKN: 872318 ISIN: SE0000106270 Hennes & Mauritz AB (H & M, H&M)

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23.10.2020 - 13:55
15.09.2018 04:30:00

Die größte Volkswirtschaft Skandinaviens steht so gut da wie lange nicht. Trotzdem droht dem Land bei den Wahlen im September ein Rechtsruck. Von Sabine Gusbeth

Jeder Zaun, jedes Brückengeländer, jeder Laternenpfahl in Stockholms Innenstadt ist voll geklebt mit Wahlplakaten. Selbst wer kein Schwedisch kann, erkennt mühelos, dass es dabei vor allem um ein Thema geht: Zuwanderung.



Am 9. September wählen die Schweden ein neues Parlament. Dem skandinavischen Land, das als liberal und weltoffen gilt, droht ein Rechtsruck. Zwar dürften die Sozialdemokraten, die seit 1923 den Ministerpräsidenten stellen, erneut stärkste Kraft im Reichstag werden. Doch mit rund 20 Prozent auf Platz 2 liegen jüngsten Umfragen zufolge die rechts-populistischen Schwedendemokraten (SD) unter Führung des jungen, charismatischen Vorsitzenden Jimmie Åkesson.


Mit Wahlslogans wie "Wohlfahrt oder Masseneinwanderung" werben die SD um Stimmen. Mit Erfolg. Dabei geht es den Schweden wirtschaftlich so gut, wie noch nie. Die Wachstumsraten von 2,6 bis 4,1 Prozent in den vergangenen vier Jahren sind für eine entwickelte Volkswirtschaft erstaunlich hoch. Die Arbeitslosenquote ist mit 6,2 Prozent historisch niedrig. Und das, obwohl Schweden pro Kopf gerechnet so viele Flüchtlinge aufgenommen hat wie kein anderes EU-Land.

Wachsende Risiken



Allerdings nehmen die Risiken für eine Abkühlung der schwedischen Wirtschaft zu. Mit den Flüchtlingen hat das nichts zu tun. Vielmehr damit, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung vor allem von den exportstarken schwedischen Firmen und der hohen Binnennachfrage, insbesondere im Immobilienbereich, getrieben wird. Letztere ist aber zu großen Teilen kreditfinanziert. Viele Schweden kaufen ihre Immobilie komplett auf Pump und zahlen nur Zinsen, tilgen den Kredit aber nie. Die Verschuldung der privaten Haushalte beläuft sich inzwischen auf 187 Prozent des Haushaltseinkommens.

Die schwedische Zentralbank Riksbank warnt bereits, dass die hohen privaten Schulden das größte Stabilitätsrisiko für das schwedische Finanzsystem seien. Kritisch dürfte es werden, wenn die Riksbank die Zinsen erhöht. Angesichts der steigenden Inflation, die zuletzt bei 2,2 Prozent lag, wird ein Zinsschritt immer wahrscheinlicher. Investoren rechnen schon länger mit einem Ende der ultralockeren Geldpolitik. Weil die Riksbank dies aber hinauszögert, hat die Krone gegenüber dem Euro an Wert verloren.

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