Der Markt stagniert auch am Montag unverändert zwischen den jüngsten Hochs um 12.080 auf der Oberseite, und der ersten Kaufzone um 11.920 auf der Unterseite. Nach Süden sind die Kurse zudem noch durch den Monatsdurchschnitt (blaue Kurve) bei 11.900 abgesichert, der sich zuletzt mehrfach als Unterstützung erwiesen hat. Verstärkt wird dieser Einflussfaktor noch durch die Wendezone um 11.850/11.890. Damit stehen die Chancen auf eine Stabilisierung weiterhin nicht schlecht. Dennoch müssen Anleger mittelfristig auch mit einer stärkeren Korrektur in Richtung 11.700 oder sogar 11.400 rechnen.

Auf Seite 2: Warum ein stärkerer Rückschlag weiter zu befürchten ist.







Der Grund für die aktuelle Kaufzurückhaltung ist vor allem im weiter zurück reichenden Tageschart zu finden. Dort zeigt sich wiederholter Abgabedruck, sobald der Index am oberen Rand des bis Anfang 2016 zurück reichenden Aufwärtstrendkanals (grün punktiert) angekommen ist. Ab aktuell rund 12.120 wird die Luft daher dünner. Auch im 1-Stunden-Chart kann eine Serie steigender Hochs bereits durch eine Trendlinie (orange punktiert) verbunden werden, aus dieser Perspektive wäre zumindest noch Luft bis 12.150.

Auf Seite 3: Was Investoren und Trader jetzt tun können





Grafik 3

Nur für Trader mit sehr kurzfristigem Zeithorizont sind neue Spekulationen auf steigende Kurse jetzt noch eine Option - und das auch nur, wenn der Markt deutlich über 12.080 nach oben ausbricht. Das Problem ist das beschränkte Potenzial bis maximal 12.150, so dass Calls oder Zertifikate mit hohem Hebel eingesetzt werden müssen, was eine riskante Strategie darstellt. Besser haben es Investoren mit längerem Anlagehorizont, die bereits seit einiger Zeit auf steigende Kurse setzen: Sie können langsam mit Teilgewinnmitnahmen beginnen. In den nächsten Wochen oder Monaten sollten noch einmal bessere Einstiegskurse für frische Wetten auf eine Rally zu sehen sein. Für eine Wette auf fallende Kurse dagegen ist der Aufwärtstrend noch zu stabil, hier bleiben konkrete Schwäche- oder sogar Verkaufssignale abzuwarten. Auch wenn der Markt schnell weiter in Richtung 12.150 steigt und überhitzt ist, könnte sich eine Chance auf eine Short-Spekulation ergeben.

Unterstützungen und Widerstände



Chartmarken Niveau Typ Stärke
Widerstand 2 12.100/12.150 Aufwärtstrendkanäle stark
Widerstand 1 12.080 Zwischenhoch schwach
Unterstützung 1 11.920 horizontal mittel
Unterstützung 2 11.850/11.900 horizontal, Monatsdurchschnitt mittel


Trading-Ideen



Trading-Ideen
Spekulation auf steigende Kurse
Basiswert DAX
Produktvorstellung Turbo Bull
WKN HU8XJY
Emittent HypoVereinsbank
Laufzeit 29.09.2017
Basispreis 10.650
Knock-Out-Schwelle 10.650
Hebel 10,2
Kurs in EUR 11,54
Spekulationauf fallende Kurse
Basiswert DAX
Produktvorstellung Turbo Bear
WKN HU8XPW
Emittent HypoVereinsbank
Laufzeit 29.09.2017
Basispreis 12.875
Knock-Out-Schwelle 12.875
Hebel 11,0
Kurs in EUR 10,71


Andreas Büchler ist Herausgeber des Index Radar Magazins, der größte tägliche Börsenstatistik-Report Deutschlands. Er ist zudem Gründer und Partner der Qarat AG, einer auf Quantitative Analyse und Algorithmic Trading spezialisierten Forschungsgesellschaft für Börsenhandelssysteme.

www.index-radar.de