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Defensiv und dividendenstark: Diese US-Aktien gehören jetzt ins Depot

Defensiv und dividendenstark: Diese US-Aktien gehören jetzt ins Depot

WKN: 850663 ISIN: US1912161007 Coca-Cola Co.

43,67 EUR
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14.12.2018 - 18:45
15.12.2018 06:00:00

Sie sind robust, dividendenstark und aktuell die Highflyer in den USA. Dauerläufer wie McDonald’s, Johnson & Johnson und Co zeigen den Techgrößen, wie man eine schwächere Börsenphase übersteht. Von Tobias Schorr



Amazon wird pleitegehen. Das attestierte Vorstandschef Jeff Bezos seinem Konzern zuletzt bei einem Meeting der Führungskräfte. Diesen Tag gelte es möglichst lange hinauszuzögern. Den Anfang vom Ende sieht er kommen, wenn sich Amazon sich selbst und nicht mehr die Kunden fokussiert. Es sollte wohl eine Motivationsrede für die Topleute des Konzerns sein. Jeder Tag gilt bei Amazon als der "Day One", als der erste Tag überhaupt.



Dieses Leitmotto haben andere erfolgreiche Konzerne so zwar nicht ausgesprochen, absoluter Kundenfokus gilt jedoch auch für sie. Nicht ohne Grund existieren Walt Disney, McDonald’s, Johnson & Johnson und Co schon seit Jahrzehnten. Und nicht ohne Grund schweben sie in höheren Sphären, wenn andere Unternehmen abtauchen. Früh erkannten sie, was Menschen begehren, und die wiederum kaufen, was sie kennen - die Produkte, aber auch die Aktien. Dass McDonald’s Burger verkauft, American Express Kreditkarten anbietet oder Walt Disney Mickymaus zum Leben erweckte, ist wohl jedem geläufig.


Was so allgegenwärtig ist und vielleicht auch etwas altbacken daherkommen mag, ist sehr erfolgreich: Denn es sind genau diese Unternehmen, die Börsianern derzeit viel Freude bereiten. Allen ist gemein, dass sie trotz geopolitischer Unsicherheiten immer noch auf Erfolgskurs sind und nahe den Höchstständen notieren. Gerade in Zeiten volatiler Märkte und in Phasen, in denen die Konjunktur ihren Höhepunkt zu überschreiten scheint, legen Investoren ihr Geld in Firmen an, die hohe Sicherheit versprechen.

Sie gehen auf die Suche nach defensiveren Titeln, bei denen die Gefahr, künftig zu enttäuschen, geringer ist - das Wachstumspotenzial im Vergleich zu den Tech-Granden allerdings auch begrenzt erscheint. Und doch erfinden sich diese Konzerne immer wieder neu oder sie finden sich wieder: So erkennt Walt Disney, dass dem Streaming die Zukunft gehört, erkennt Starbucks, dass Kunden auch zu Hause bedient werden wollen oder McDonald’s, dass sie den Kunden das bieten müssen, was sie wollen: Fast Food. Der Schwenk hin zu gesünderem Essen funktionierte nicht. Der Konzern besann sich wieder auf seine Stärken und kehrte zu seinen Wurzeln zurück.

Nehmen Investoren bei Techunternehmen aktuell Gewinne mit, stehen die All-Stars mit stabilen Erträgen und soliden Dividenden voll im Saft. So befindet sich der FANG-Index, in dem sich die großen Technologiekonzerne aus den USA befinden, im Sinkflug. Der Dow Jones, in dem fünf unserer Empfehlungen notieren, hält sich indes wacker und bleibt stabil. Dank Trump’scher Steuerpolitik verdienen die Unternehmen gut, Deregulierung und Importzölle sorgen zumindest kurzfristig für einen wirtschaftlichen Höhenflug. Gerade in der Zeit zwischen Thanksgiving und dem Jahreswechsel sitzt bei US-Konsumenten das Geld besonders locker. Das sollte auch den ausgewählten Titeln zugutekommen. Wie nachhaltig der Aufschwung tatsächlich ist, wird die Zukunft zeigen.

Was Mut macht: Schon immer gab es in den vergangenen Jahrzehnten Unternehmen, die sämtliche politischen Wirren aushielten. Beispiel McDonald’s: Seit 1978 erhöhte der Konzern ununterbrochen jedes Jahr die Dividende. Mit der Einführung der Schnellrestaurants traf man den Nerv der Zeit. Und das trotz aller Kritik. Wer sich den Titel 1988 ins Depot legte, kaufte ihn für rund 4,80 Euro. Aktuell steht der Aktienkurs bei 160 Euro, Ausschüttungen mit eingerechnet.

Der Getränkeriese Coca-Cola schüttet sogar seit 56 Jahren jedes Jahr mehr aus. Oder Johnson & Johnson: Das Unternehmen überlebte zwei Kriege, die Weltwirtschaftskrise, die Finanzkrise und ist an der Börse stark wie nie. Und wird wohl noch ein Weile existieren. Genauso wie Amazon, auch wenn der Chef sich sorgt.

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