Chinesischer Aktionär HNA stockt Deutsche-Bank-Beteiligung auf



Das chinesische Unternehmens- und Finanzkonglomerat HNA hat seine Beteiligung an der Deutschen Bank noch vor deren Kapitalerhöhung kräftig aufgestockt. Der österreichische Vermögensverwalter C-Quadrat, über den HNA das Aktienpaket hält, meldete am Donnerstag, dass er seinen Anteil an Deutschlands größter Bank am 15. März auf 4,76 von 3,04 Prozent erhöht habe.

Commerzbank stellt sich auf stagnierenden Gewinn ein



Die Commerzbank stellt sich wegen ihrer laufenden Umstrukturierung auf einen stagnierenden Gewinn in diesem Jahr ein. Der Überschuss werde "in der Größenordnung des Vorjahres" liegen, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht. 2016 hatte die zweitgrößte deutsche Bank unter dem Strich 279 Millionen Euro erwirtschaftet, musste dabei aber Abschreibungen von gut 620 Millionen Euro auf den Wert der Dresdner Bank verkraften. Die Prognose der Bank liegt auf dem Niveau der Erwartungen von Analysten.

Gewinn der Postbank bricht ein - Niedrige Zinsen belasten



Die niedrigen Zinsen und die Kosten der Abspaltung vom Mutterkonzern Deutsche Bank haben der Postbank das Ergebnis verhagelt. Der Vorsteuergewinn brach im vergangenen Jahr um 47 Prozent auf 307 Millionen Euro ein, wie die Bank am Donnerstag in Bonn mitteilte. Allein die Entflechtung von der Deutschen Bank, die Anfang März überraschend rückgängig gemacht wurde, kostete das Institut 209 Millionen Euro. Doch auch ohne solche Sondereffekte wäre das Ergebnis um gut zehn Prozent zurückgegangen. Die Postbank macht dafür vor allem die seit Jahren niedrigen Zinsen verantwortlich, die die Erträge schmälerten.

VW-Finanzsparte schreibt trotz "Dieselgate" Rekordgewinn



Im Geschäft mit Autofinanzierungen und Leasingverträgen hat der Autobauer Volkswagen die Folgen des Dieselskandals unbeschadet überstanden. Das Finanzdienstleistungsgeschäft habe ein operatives Ergebnis von 2,1 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Euro abgeliefert, so viel wie nie zuvor, teilte die Tochter Volkswagen Financial Services (VWFS) am Donnerstag in Frankfurt mit.

Nettoverlust von Medigene sinkt - Aktie im Aufwind



Der Verkauf eines Anteils am britischen Biotechunternehmen Immunocore kommt Medigene zu Gute. Der Nettoverlust schrumpfte deshalb im vergangenen Jahr um 27 Prozent auf 9,5 Millionen Euro, wie die Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Dazu trugen Erträge über 4,2 Millionen Euro aus dem Anteilsverkauf bei, den Medigene vor knapp einem Jahr eingetütet hatte. Der Umsatz stieg um 43 Prozent auf 9,7 Millionen Euro. Da Medigene aber seine Forschungsausgaben in der Krebs-Immuntherapie deutlich erhöhte, weitete sich der Betriebsverlust (Ebitda) um 30 Prozent auf 12,4 Millionen Euro aus. Anleger griffen gleichwohl zu: Medigene-Aktien legten mehr als elf Prozent auf 11,59 Euro zu und waren mit Abstand größter Gewinner im Technologieindex TecDax. Für das laufende Jahr peilt Medigene einen Umsatz zwischen acht bis zehn Millionen Euro an. Da die Ausgaben für Forschung und Entwicklung nochmals hochgefahren werden auf 16 bis 18 (2016: 11,5) Millionen Euro dürfte sich der Betriebsverlust auf ebenfalls 16 bis 18 Millionen Euro erhöhen.

Rüstungsgeschäft wird für Rheinmetall zum Wachstumsmotor



Der Rheinmetall-Konzern profitiert von weltweit steigenden Ausgaben für Militär und Polizei. Nach rasanten Zuwächsen in der Rüstungssparte im vergangenen Jahr und einem Auftragspolster von 6,6 Milliarden Euro rechnet Konzernchef Armin Papperger für 2018 mit prozentual zweistelligen Zuwachsraten. Rheinmetall hatte 2016 dank des Rüstungs-Booms einen Gewinnsprung verbucht. 2016 verbuchte der Automobilzulieferer und Rüstungskonzern einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebit) um 23 Prozent auf 353 Millionen Euro. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zu. Die Rüstungssparte steuert einen Umsatz von 2,9 (Vorjahr: 2,6) Milliarden Euro und ein Ebit von 147 (90) Millionen Euro bei. Der Auftragsbestand schwoll auf 6,7 (Vorjahr: 6,4) Milliarden Euro an. Der Konzern will seine Aktionäre daran mit einer höheren Dividende beteiligen. Sie sollen für 2016 je Aktie 1,45 Euro erhalten, 35 Cent mehr als im Vorjahr. An der Börse fand das zunächst wenig Anklang: Die Aktie war zeitweise größter Verlierer im MDax mit einem Abschlag von 2,6 Prozent auf 71,11 Euro. Am Nachmittag notierte sie leicht im Plus.

Kabelfirma Leoni will 2017 wieder auf Erfolgsspur finden



Der Kabel- und Bordnetze-Hersteller Leoni will die Rückschläge der zwei vergangenen Jahre hinter sich lassen. "Wir werden Leoni wieder in ruhigeres Fahrwasser führen", sagte Vorstandschef Dieter Belle am Donnerstag in Nürnberg. Angesichts neuer Trends wie Elektromobilität und Digitalisierung habe sein Haus gute Wachstumschancen. Belle kündigte für 2017 einen Umsatzanstieg von etwa fünf Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro an. Der operative Gewinn (Ebit) soll zwischen 180 und 200 Millionen Euro liegen. 2016 hatten ein Betrugsfall und die teure Sanierung der Bordnetzesparte Leoni die Hälfte des Gewinns gekostet; das Ebit sackte auf gut 78 Millionen Euro ab.

Pfeiffer Vacuum bläst zum Angriff auf Großaktionär



Pfeiffer Vacuum wirbt nach der geplatzten Übernahme durch den Großaktionär Busch um die Unterstützung der anderen Anteilseigner. Für das vergangene Jahr sollen die Aktionäre eine um 40 Cent höhere Dividende von 3,60 Euro erhalten. Umsatz und Ergebnis sollen 2017 deutlich steigen. Aktuell liege der Umsatz 20 Prozent über dem Vorjahr. Auch für 2018 zeigte sich der Vorstand zuversichtlich. Unter anderem soll das Geschäft in den USA und Asien ausgebaut werden. 2016 steigerte Pfeiffer den Umsatz um fünf Prozent auf 474,2 Millionen Euro, der operative Gewinn (Ebit) kletterte um fast zwölf Prozent auf 68 Millionen Euro. Netto blieben 47 (Vorjahr: 41,9) Millionen Euro. An der Börse kamen die Pläne gut an. Die im Technologieindex TecDax notierten Aktien kletterten um bis zu 4,5 Prozent auf ein 17-Monats-Hoch von 109,90 Euro.

Gastroausrüster Rational opfert Rendite für Investitionen



Der Großküchenausrüster Rational zügelt seinen Renditehunger für den Ausbau seines Geschäfts. "Wir müssen und werden unsere Infrastruktur modernisieren", erklärte Vorstandschef Peter Stadelmann am Donnerstag. Die operative Rendite, die 2015 noch bei 28,4 Prozent lag und in vergangenen Jahr auf 27,2 Prozent schrumpfte, werde im laufenden Jahr am unteren Ende der langfristig geplanten Spanne von 26 bis 28 Prozent liegen. Nachdem Rational im vergangenen Jahr 7,50 Euro je Aktie an die Anteilseigner ausschüttete, sollen es in diesem Jahr zehn Euro sein, einschließlich zwei Euro Sonderdividende.

BASF verkauft Lederchemikaliengeschäft an Niederländer



Der Chemiekonzern BASF verkauft sein Geschäft mit Lederchemikalien an die niederländische Stahl Group. Im Gegenzug erhalten die Ludwigshafener eine Minderheitsbeteiligung von 16 Prozent an der Firma, wie BASF am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der französischen Beteiligungsgesellschaft Wendel, die Hauptanteilseigner bei Stahl ist, erhält BASF dafür zusätzlich rund 150 Millionen Euro. Nach der Transaktion sinkt der Anteil von Wendel auf 63 von rund 75 Prozent, die Beteiligung des Schweizer Chemiekonzerns Clariant geht auf 19 von zuvor 23 Prozent zurück.

rtr