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Der große Ausblick auf 2019: Die Aussichten, die besten Aktien

Der große Ausblick auf 2019: Die Aussichten, die besten Aktien

WKN: 554550 ISIN: DE0005545503 1&1 Drillisch AG

34,02 EUR
-0,16 EUR -0,47 %
18.04.2019 - 15:30
16.04.2019 02:00:00

Allzu optimistisch blickt wohl kein Anleger in Richtung 2019. Aber Profis wie Jens Ehrhardt sehen durchaus Chancen - und BÖRSE ONLINE ebenso. Was die Märkte zu bieten haben. Von Christian Ingerl, Sonja Funke, Tobias Schorr, Lars Winter, Jens Castner, Jürgen Büttner, Martin Blümel und Stefan Riedel

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien am 20.12.2018 in Heftausgabe 51/2018

Turbulente Szenen spielten sich im Börsenjahr 2018 rund um den Globus ab. Die Chaosverbreiter sind schnell gefunden: Donald Trump, Xi Jinping, Theresa May und Giuseppe Conte. Bei dem Quartett handelt es sich um die Regierungschefs der USA, Chinas, Großbritanniens und Italiens. Mit ihren prägenden Themen Handelsstreit, Brexit und italienische Fiskalpolitik hielten die Protagonisten die Anleger in Atem. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass der Einfluss der Politik je so groß war", bringt Vermögensverwalter Jens Ehrhardt die aktuelle Lage auf den Punkt.





Die Politik wird auch im neuen Jahr ein dominierendes Thema an den Kapitalmärkten bleiben. Noch zeichnet sich nämlich keine Einigung beim Kampf um die weltweite Vorherrschaft zwischen den USA und China ab. Auch der Brexit sowie die italienische Schuldenkrise bleiben ein offenes Problem. "2019 wird dominiert von egozentrischen Machthabern, denen das eigene Wohl oder der Schaden des Gegners wichtiger sind als das Wohl des Volkes", warnt Hendrik Leber von Acatis. Damit wächst für Anleger die Herausforderung, die Nachrichten zu politischen Turbulenzen und Handelskonflikten richtig einzuordnen.


Dass die vielen Krisenherde auch Einfluss auf die Konjunktur haben, ist selbstverständlich. So geht etwa der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass im kommenden Jahr das Wachstum in den Industrieländern von 2,4 Prozent 2018 auf 2,1 Prozent zurückgehen wird. Der scheidende Chefvolkswirt des IWF, Maurice Obstfeld, warnt zugleich vor einer globalen Wachstumsverlangsamung. Er verweist dabei auf die bereits erfolgte wirtschaftliche Abschwächung in Deutschland und Japan im dritten Quartal 2018.

Vorsichtige Notenbanken



Folglich dürfte es der Europäischen Zentralbank (EZB) schwerfallen, die Zinszügel 2019 anzuziehen. Zwar vollzog Mario Draghi mit der Ankündigung, die milliardenschweren Anleihekäufe würden Ende des Jahres eingestellt, bereits einen ersten Schritt in Richtung straffere Gangart, doch ist fraglich, ob weitere Handlungen folgen. "Die EZB wird ihre Geldpolitik nur in homöopathischen Dosen anpassen können, wenn überhaupt. Anders ausgedrückt: Sie wird den Zins niedrig halten, weil sie es muss - nicht zuletzt wegen Italien und Frankreich", erklärt Kapitalmarktstratege Philipp Vorndran von Flossbach von Storch. In den USA könnte es derweil zu einer Zeitenwende kommen. Die Serie von acht Zinserhöhungen in den vergangenen drei Jahren droht abzureißen. "Ab 2019 könnte die Fed komplett auf Zinserhöhungen verzichten", mutmaßt Kapitalmarktstratege Robert Halver.

Trotz aller politischen Widrigkeiten ist es um die Aktienmärkte also womöglich gar nicht so schlecht bestellt. Eine weitere Nullzinspolitik der EZB gepaart mit einer Zinspause in den USA bilden dafür einen guten Nährboden. In dieses Horn stößt auch Ehrhardt. "Für 2019 muss man die Hoffnung nicht ganz aufgeben", sagt der Investmentstratege und fügt hinzu: "Zu Aktien gibt es wenig Alternativen."

Folglich werden sich auch im neuen Jahr wieder jede Menge Chancen eröffnen. Anleger sollten ihr Augenmerk allerdings stark auf die Fundamentaldaten richten und vorerst defensive Qualitätsaktien übergewichten oder sich auf Spezialsituationen konzentrieren. Ab Seite 3 stellen wir Ihnen wie gewohnt unsere jeweiligen Favoriten aus den verschiedenen Anlageregionen vor.



Auf Seite 2: Interview mit den Starinvestoren Jens Ehrhardt, Hendrik Leber, Philipp Vorndran, Robert Halver und Dirk Müller



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1&1 Drillisch AG 34,02 -0,47% 1&1 Drillisch AG
adidas 231,05 0,79% adidas
Amazon 1.656,60 0,08% Amazon
Apple Inc. 180,52 0,45% Apple Inc.
Aviva plc 4,98 1,53% Aviva plc
Booking Holdings Inc Registered Shs 1.640,00 0,18% Booking Holdings Inc Registered Shs
BVB (Borussia Dortmund) 8,75 0,23% BVB (Borussia Dortmund)
Cisco Inc. 50,04 -0,14% Cisco Inc.
Cognizant Corp. 63,33 0,19% Cognizant Corp.
Commerzbank 8,08 -0,44% Commerzbank
Credit Suisse (CS) 12,00 -0,12% Credit Suisse (CS)
Deutsche Bank AG 7,80 -0,79% Deutsche Bank AG
DWS Group GmbH & Co. KGaA 31,76 -1,49% DWS Group GmbH & Co. KGaA
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Firma Holdings Corp 0,02 -10,00% Firma Holdings Corp
HSBC Holdings plc 7,66 -0,61% HSBC Holdings plc
LINE Corp 29,86 -2,13% LINE Corp
Merck Co. 65,75 -1,13% Merck Co.
Microsoft Corp. 108,44 0,95% Microsoft Corp.
Morgan Stanley 42,37 -0,73% Morgan Stanley
MorphoSys 86,00 -2,66% MorphoSys
MSCI 195,70 0,65% MSCI
MTU Aero Engines AG 204,50 -0,58% MTU Aero Engines AG
Nasdaq Inc 79,02 -1,16% Nasdaq Inc
NVIDIA Corp. 166,28 -0,04% NVIDIA Corp.
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Pfizer Inc. 34,20 -2,30% Pfizer Inc.
Pool Corp. 148,68 -0,72% Pool Corp.
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SFC Energy AG 9,86 1,02% SFC Energy AG
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16.04.19 1&1 Drillisch buy UBS AG
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11.04.19 1&1 Drillisch overweight Barclays Capital
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