Heidelcement beteiligt sich nicht an Ausschreibung für US-Mauer



Der Baustoffkonzern Heidelbergcement hat bei der Ausschreibung für die geplante Grenzmauer der USA zu Mexiko nicht mitgemacht. "Weil wir grundsätzlich ein Materiallieferant und kein Bauunternehmen sind, deshalb beteiligen wir uns nicht an solchen Ausschreibungen", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Essen. Es gebe noch viele Unklarheiten um das Projekt. "Ob die Mauer kommt, wann die Mauer kommt und wie sie kommt - das schauen wir mal."

Chemie-Konzern Lanxess will NRW-Werke mit 80 Mio Euro fitmachen



Nach seiner milliardenschweren Einkaufstour in den USA will der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess jetzt seine Werke in Deutschland stärken. Das Unternehmen plant Investitionen im Volumen von rund 100 Millionen Euro, die vor allem Fabriken für chemische Zwischenprodukte in Nordrhein-Westfalen zugutekommen sollen. So werden in den kommenden drei Jahren jeweils etwa 40 Millionen Euro in die Werke in Leverkusen und Krefeld-Uerdingen fließen, wie Vorstandschef Matthias Zachert am Donnerstag bei Erläuterung der Geschäftszahlen von 2016 sagte.

Lufthansa gibt sich trotz Piloten-Einigung vorsichtig



Die Lufthansa geht trotz des langersehnten Tarifdurchbruchs mit den Piloten vorsichtig ins neue Jahr. Wegen wieder steigender Ölnotierungen und fallender Ticket-Preise rechnet Konzernchef Carsten Spohr mit bröckelnden Gewinnen. In diesem Jahr dürfte der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) die 1,75 Milliarden Euro aus 2016 nicht ganz erreichen, sagte Spohr am Donnerstag in München. Einer der Gründe: Die Ausgaben für Flugzeugtreibstoff dürften sich aus heutiger Sicht 2017 auf gut 5,2 Milliarden Euro summieren - 350 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Im Dax hoben Lufthansa ab: Die Aktien stiegen um bis zu 5,8 Prozent und waren mit 15,25 Euro so teuer wie zuletzt vor einem Jahr. Damit summiert sich das Kursplus der vergangenen zehn Tage auf etwa zehn Prozent

Gewinn von K+S schmilzt - 2017 soll spürbare Erholung bringen



Produktionseinschränkungen in seinem größten Kali-Werk und der Rückgang der Kalipreise haben K+S im vergangenen Jahr schwer zugesetzt. 2016 brach der operative Gewinn (Ebit I) auf 229 Millionen von 782 Millionen Euro im Jahr davor ein, wie der Salz- und Düngemittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Im vierten Quartal schrieb das Kasseler Unternehmen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sogar erneut rote Zahlen. Der Umsatz sank im Gesamtjahr um 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Belastend wirkte sich dabei auch der milde Winter aus, der im Salzgeschäft die Nachfrage nach Auftausalz drosselte. Unter dem Strich verdiente K+S 131 Millionen Euro, ein Minus von 76 Prozent. Auch die Aktionäre müssen sich mit deutlich weniger begnügen: Die Dividende schrumpft auf 30 Cent je Aktie von 1,15 Euro im Vorjahr.

Ermittler sichern nach Audi-Razzia noch Daten



ach der großangelegten Razzia bei Audi sichern die Ermittler am Donnerstag weiter Daten. Die Durchsuchungen seien noch nicht zu Ende, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, Ken Heidenreich, ohne ins Detail zu gehen. Bereits am Mittwoch seien umfangreiche Daten und Unterlagen sichergestellt und abtransportiert worden, die jetzt nach und nach ausgewertet würden. Auch erste Befragungen hätten bereits stattgefunden, weitere folgten, sagte Heidenreich.

Preise im Euro-Raum steigen auf Vier-Jahres-Hoch von 2,0 Prozent



Die Inflation in der Euro-Zone hat erstmals seit gut vier Jahren die Zielmarke der EZB überschritten. Die Verbraucherpreise zogen im Februar im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 2,0 Prozent an, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte und damit eine erste Schätzung von Anfang März bestätigte. Im Januar lag die Teuerungsrate noch bei 1,8 Prozent. Die Währungshüter peilen knapp unter zwei Prozent an. Dieser Wert gilt als ideal für die Wirtschaftsentwicklung und als Beleg für eine stabile Preisentwicklung.

Dax steigt



Die Schlappe für die Rechtspopulisten in den Niederlanden zum Auftakt des Superwahljahres in Europa hat am Donnerstag den Anlegern Mut gemacht. Der Dax stieg um 1,2 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 12.156 Punkten. Damit nähert er sich dem Allzeithoch von 12.390 Zählern aus dem April 2015. "

rtr