* BREXIT: Wenige Tage vor dem richtungweisenden EU-Gipfel hat die angeschlagene britische Premierministerin Theresa May noch keine Brexit-Lösung gefunden. Die Gespräche mit Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn brachten bis Sonntagnachmittag keine Verständigung. Die Zeit drängt: Kommt bis Freitag keine Einigung mit der EU über die von May beantragte Verschiebung des Austrittstermins zustande, droht ein harter Brexit mit schwerwiegenden Folgen für die Wirtschaft in Großbritannien und auf dem Kontinent.

* HANDELSSTREIT: Die USA und China sind nach Angaben der Volksrepublik bei ihren jüngsten Gesprächen zur Beilegung ihres Handelsstreits vorangekommen. Es gebe neue Fortschritte, berichtete der staatliche Sender CCTV am Samstag. Bei der letzten Runde in Washington sei über Textentwürfe gesprochen worden.

* DEUTSCHE BANK/COMMERZBANK: In den Fusionsverhandlungen mit der Commerzbank hat sich die Deutsche Bank Insidern zufolge offen für weitere Restrukturierungen in ihrem ertragsschwachen US-Geschäft gezeigt. Das sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Commerzbank habe für die Fortsetzung der Verhandlungen die Zusicherung verlangt, dass die Deutsche Bank zu tieferen Einschnitten in ihr defizitäres US-Geschäft bereit ist. Dem "Handelsblatt" zufolge fordern die Bankenaufseher einen detaillierten Plan für den Personalabbau, um zu prüfen, ob sich eine Fusion betriebswirtschaftlich rechne. Die Banken müssten genau darlegen, wie viele Stellen bis zu welchem Zeitpunkt wegfallen sollen und mit welchen Abfindungskosten sie rechnen würden.

* DEUTSCHLAND/POST hält an ihrem operativen Gewinnziel für das kommende Jahr fest. "Ich verstehe, dass die fünf Milliarden Euro sportlich aussehen", sagte Finanzchefin Melanie Kreis der "Süddeutsche Zeitung". Der Vorstand stehe aber absolut hinter den Zielen.

* BMW stellt wegen eines EU-Kartellverfahrens über eine Milliarde Euro zurück. Dies werde das Ergebnis des ersten Quartals entsprechend belasten, teilte der Autobauer mit.

* Für BAYER kann die Glyphosat-Klagewelle in den USA der Gewerkschaft IG BCE zufolge zu ernsthaften Problemen führen. "Das ist für Bayer schmerzhaft", sagte der Chef der Gewerkschaft, Michael Vassiliadis.

* SAP muss seinen Vorstand umbauen. Robert Enslin, verantwortlich für die "Cloud Business Group", verlässt den Softwarekonzern, wie SAP mitteilte. Seine Aufgaben in der "Cloud Business Group" werde Vorstandsmitglied Jennifer Morgan mit sofortiger Wirkung übernehmen, die seit 2017 mit Adaire Fox-Martin den globalen Vertrieb leitet.

* HENKEL-Chef Hans Van Bylen, hat seine Investitionsoffensive verteidigt. "Wir kön­nen uns die hö­he­ren In­ves­ti­tio­nen er­lau­ben, weil wir fi­nan­zi­ell kern­ge­sund und ex­trem gut auf­ge­stellt sind", sagte Van Bylen der "FAZ". Hen­kel verfüge über ei­ne so­li­de Bi­lanz, die auch wei­te­re Zu­käu­fe er­lau­be, und ha­be im ver­gan­ge­nen Jahr neue Höchst­stän­de bei Er­geb­nis, Ren­di­te und Di­vi­den­de er­reicht. Heute findet die Hauptversammlung statt.

rtr