* WAHL21/DIGITALISIERUNG - CDU und CSU haben einen 25-Punkte-Plan vorgelegt, um die Digitalisierung in Deutschland in der kommenden Legislaturperiode voranzutreiben. Startups sollen demnach eine "bürokratiefreies Jahr" nach der Gründung erhalten. Mitarbeiterkapitalbeteiligungen etwa in Startups sollten attraktiver gestaltet werden, indem diese erst besteuert werden, wenn aus den Beteiligungen Gewinne erzielt oder die Anteile veräußert werden.

* VIRUS - In Österreich wird es nach Worten von Bundeskanzler Sebastian Kurz für Geimpfte keinen weiteren Lockdown mehr geben. "Die Zeit der Lockdowns muss vorbei sein, weil wir jetzt die Impfung haben", sagte Kurz am Abend in einem ORF-Interview. Sollten Maßnahmen notwendig werden, etwa wenn es in den Krankenhäusern zu einer Überlastung kommt, soll es allerdings Einschränkungen für Ungeimpfte geben. Als Beispiele nannte der konservative Politiker die Nachtgastronomie und Großveranstaltungen. Am Mittwoch sollen die Details mit den Länderchefs beschlossen werden.

* BAHN - Der bislang längste Streik im festgefahrenen Tarifkonflikt der Deutschen Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL ist wie geplant um 02.00 Uhr zu Ende gegangen. Dies bestätigte die Bahn in der Nacht zum Dienstag auf ihrer offiziellen Webseite. Die DB habe bereits begonnen, Vorbereitungen für den Betriebsbeginn zu treffen, um am Dienstag für Fernreisende und Pendler einen möglichst reibungslosen Anlauf sicherzustellen.

* Die DEUTSCHE TELEKOM verkauft ihre Niederlande-Tochter T-Mobile Netherlands und stockt mit den Einnahmen ihre Beteiligung am US-Mobilfunker T-Mobile US auf. Das zusammen mit Tele2 gehaltene Geschäft werde an ein Konsortium aus Finanzinvestoren veräußert, die von Apax Partners LLP und Warburg Pincus LLC beraten würden, teilte der Bonner Dax-Konzern am Dienstag mit. T-Mobile Netherlands werde dabei mit 5,1 Milliarden Euro bewertet. Bei Vollzug der Transaktion erhält die Deutsche Telekom rund 3,8 Milliarden Euro. Mit einem Teil der Erlöse will Europas größter Telekomkonzern 20 Millionen Aktien an T-Mobile US kaufen.

* ALLIANZ - Der Versicherer bekommt es wegen eines Streits um US-Hedgefonds Insidern zufolge nun auch mit der deutschen Finanzaufsicht BaFin zu tun. Die Bonner Behörde hat eigene Ermittlungen in dem Fall gestartet, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters sagten. In den USA hat die Allianz bereits die Wertpapieraufsicht SEC und das Justizministerium im Haus. * ALLIANZ - Der australische Arm des deutschen Versicherers ist wegen Irreführung von Kunden beim Verkauf von Reiseversicherungen auf den Webseiten von EXPEDIA zu einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Dollar (rund 1,26 Millionen Euro) verurteilt worden.

* BMW sieht sich trotz einer Abkühlung des Automarktes in China in der Volksrepublik auf Kurs. Zwar könne es in einzelnen Monaten auch schlechter laufen, aber die Grundrichtung stimme, sagte BMW-Finanzchef Nicolas Peter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch im kommenden Jahr rechne BMW mit einem Absatzplus.

* CONTINENTAL - Die Tochter Vitesco greift bei der Beschaffung von Halbleitern auf Broker zurück und versucht, die höheren Preise an die Kunden weiterzugeben: "Das gelingt jedoch nicht immer", sagte Finanzchef Werner Volz der "Börsen-Zeitung". Er rechne mit noch zwei bis drei schwierigen Monaten bei der Chip-Knappheit, mit einer möglichen leichten Entspannung zum Ende des vierten Quartals oder Anfang 2022. "Das heißt aber nicht, dass wir dann den Normalzustand erreicht haben."

* PORSCHE - Der Sportwagenbauer hat im ersten Halbjahr 20.000 Fahrzeuge seines Elektromodells Taycan verkauft. "Wir hatten für den Taycan ursprünglich eine Jahresproduktionskapazität von 20.000 Stück geplant. Soviel haben wir bereits in der ersten Jahreshälfte verkauft", sagte Porsche-Chef Oliver Blume. Der Auftragseingang sei riesig, auch in China laufe es gut. Die gesamte Branche habe mit dem Chipmangel zu kämpfen. Die VW-Tochter habe mehr Aufträge als sie produzieren könne. Die Wartezeit auf einen Neuwagen sei normalerweise vier Monate, jetzt betrage sie über ein halbes Jahr.

* VOLKSWAGEN/BROSE - Die Kartellbehörden haben alle erforderlichen Freigaben für das geplante Joint Venture von Brose und Volkswagen erteilt. Damit kann das neue Unternehmen wie geplant Anfang 2022 die Arbeit aufnehmen. Unter dem Namen Brose Sitech soll ein global führender Anbieter von Sitzsystemen und Innenraumlösungen entstehen.

* ROKU - Der US-Fernseh-Ausrüster drängt auf den deutschen Markt. Roku wolle noch in diesem Jahr seinen Streaming-Player in Deutschland einführen, sagte Arthur van Rest, Leiter der internationalen Expansion von Roku, der Nachrichtenagentur Reuters. "Es gibt eine sehr große, dauerhafte Verschiebung hin zum Streaming - das ist ein Trend, der im letzten Jahr durch die Pandemie beschleunigt wurde."

* TESLA - In CDU und FDP regt sich Unmut darüber, dass Tesla für seine geplante Batteriezellenfabrik südöstlich von Berlin womöglich hohe staatliche Fördermittel erhält. "Steuergelder sind nicht dazu da, Kapitalismus nach dem Model Tesla oder Amazon zu fördern", sagte der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem "Handelsblatt". Nach Informationen der Zeitung geht es um einen Betrag von etwa einer Milliarde Euro.

* VERSICHERER - Der Hurrikan "Ida" hat nach Schätzungen der Experten von RMS im Golf von Mexiko einen milliardenschweren Schaden angerichtet. Der kalifornische Katastrophen-Risikomanager geht davon aus, dass sich der versicherte Schaden insgesamt zwischen 25 und 35 Milliarden Dollar beläuft.

* AUTOBRANCHE - IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat Politik und Wirtschaft davor gewarnt, den Anschluss bei der Elektromobilität zu verlieren. "Wenn die Politik schläft, könnten bis 2030 mehr als 100.000 Jobs verloren gehen", sagt er zu "Bild". "Wenn wir aber massiv Ladesäulen bauen, in Batteriezellfabriken und Recycling investieren, Unternehmen davon abhalten, alles in Billiglohnländer zu verlagern und die Menschen aktiv weiterbilden, dann kann die Transformation ein Erfolgsmodell werden."

* DEUTSCHLAND/VERMÖGEN - Die jahrelange EZB-Politik der offenen Geldschleusen und Minizinsen hat einer Studie zufolge den Vermögensaufbau von Menschen mit geringerem Einkommen in Deutschland erschwert. Denn in dieser Gruppe spielten Bankguthaben und Lebensversicherungen, die wegen der Tiefzinsen kaum Rendite bringen, eine größere Rolle als bei reicheren Haushalten, wie eine Studie der Stiftung Familienunternehmen und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. "Ein erschwerter Vermögensaufbau belastet vor allem die jüngeren Haushalte, sofern die Niedrigzinsphase noch länger anhalten wird", konstatieren die Autoren.

rtr