Die Industrie 4.0 ist in aller Munde. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Hierbei spielt die weitere Automatisierung mit Robotern eine große Rolle. Dass dieses Thema auch für Anleger eine immer wichtigere Rolle einnimmt, zeigt das zunehmende Angebot an Anlageprodukten. Im vergangenen Jahr lancierte Pictet den ersten Robotics Fonds und sammelte bislang über eine Milliarde ein. Nicht zuletzt hat dieser Erfolg dazu geführt, dass nun auch die Credit Suisse mit dem Credit Suisse (Lux) Global Robotics Equity Fund auf den Zug aufspringt. Fondsmanager Patrick Kolb investiert in Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihrer Umsatzerlöse im Bereich Robotik, Automatisierung, künstliche Intelligenz oder Sicherheit erzielen. Dabei verfolgt er einen thematischen Ansatz mit Fokus auf drei Unterthemen: Produktivitätssteigerung (38,9 %), Verbesserung der Lebensqualität (29,4 %) und Ausführung gefährlicher Tätigkeiten (28,2 %). "Für Unternehmen mit Fokus auf Robotik werden überdurchschnittliche Wachstumsraten von bis zu 15 Prozent erwartet", sagt Kolb. Er investiert in 30 bis 60 Titel. Derzeit hat er 53 im Fonds. Der Manager will auch von Marktineffizienzen bei Small- und Mid-Cap-Unternehmen profitieren. Die einzelnen Titel werden mit maximal drei bis vier Prozent gewichtet. Bis zu 40 Prozent des Fondsvermögens darf Kolb in Schwellenländer investieren, um von diesen schnellwachsenden, dynamischen Märkten zu profitieren. Im Reich der Mitte wird auch das größte Wachstum erwartet. Grund: Durchschnittlich steigen die Löhne dort um über zehn Prozent pro Jahr. Das erhöht den Druck immer mehr Roboter einzusetzen. Prognosen der International Federation of Robotics gehen davon aus, dass 2018 jeder dritte Roboter nach China gehen wird.
Roboter und Automatisierung dürften in den kommenden Jahren für einen tiefgreifenden Wandel in vielen Bereichen sorgen. Daher macht ein Robotics-Fonds durchaus Sinn. Denn nur so kann man direkt von dem immensen Wachstum profitieren.
Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen
Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanzkatastrophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Galbraith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.
Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6
Preis: 19,90 €