Händler verwiesen auf ein Interview des Dermapharm-Chefs Hans-Georg Feldmeier im Börsenmagazin "Der Aktionär" vom 6. Januar mit dem Corona-Impfstoff von Biontech (BioNTech (ADRs)) als Thema. Dieses habe aber erst nun nach Analysten-Kommentaren so richtig die Runde gemacht, hieß es.

So produziert Dermapharm - wie andere Unternehmen auch - bereits den Impfstoff von Biontech und dessen Partner Pfizer. Auf die Frage, ob eine Ausweitung der Produktion möglich sei, antwortete Feldmeier: "Ja, wir können die Produktionskapazitäten erhöhen und sind proaktiv unterwegs. Vor Weihnachten sind wir auf Biontech zugegangen und haben angeboten, unsere Produktionskapazitäten in den nächsten Wochen zu verdoppeln."

Zudem liefen Verhandlungen mit Biontech, ein Werk der Dermapharm-Tochter Allergopharma ebenfalls für diese Impfstoff-Produktion auszurüsten. "Wir werden hier Kapazitäten aufbauen, die bedeutend höher sind als die, die wir derzeit in Brehna haben." In dem Standort bei Leipzig produziert Dermapharm den Impfstoff bereits.

Die Mainzer Biontech und das Arzneiunternehmen hatten im September eine Produktionskooperation vereinbart. Seither haben die Dermapharm-Papiere um mehr als 40 Prozent zugelegt. So richtig Schwung in die Kursentwicklung kam dabei Anfang November als Biontech und Pfizer vielversprechende Studiendaten zu ihren Impfstoff vorgelegt hatten. Mittlerweile ist das Mittel in vielen Ländern zugelassen.

dpa-AFX