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Deutsche Bank-Aktie: Stephen Feinberg - Das Richtige für den Höllenhund

Deutsche Bank-Aktie: Stephen Feinberg - Das Richtige für den Höllenhund

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG

9,53 EUR
0,06 EUR 0,63 %
02.12.2020 - 18:39
07.08.2018 02:40:00

Die Talfahrt der Deutschen-Bank-Aktie hält seit über einem Jahrzehnt an. Seit dem Platzen der US-Immobilienblase und der Lehman-Pleite ist der deutsche Marktführer nicht mehr richtig auf die Beine gekommen. Daran konnten auch die gut 20 Milliarden Euro nichts ändern, die Anteilseigner seitdem zugeschossen hatten. Viele Investoren versuchten auf eine Trendwende zu setzen - erfolglos. Anfang Juli markierte der Wert einen historischen Tiefstand. Jörg Lang



Ein Investor will sich mit seiner Niederlage allerdings nicht abgeben. Cerberus, 1992 von Steven Feinberg gegründet, hält zwischen drei und fünf Prozent der Aktien und wird aktiv eingreifen. Um den Restrukturierungsprozess zu beschleunigen, hat die Deutsche Bank die US-Beteiligungsfirma als Berater engagiert.



Aus Compliance-Gründen darf der US-Investor während des Mandats allerdings nicht mit Aktien der Deutschen Bank handeln. Privatanleger schon. Spekulative Naturen wagen sich in den Windschatten. Und sie haben gegenüber Cerberus den Vorteil, dass der aktuelle Kurs deutlich unter den 15 Euro liegt, die der Investor pro Aktie gezahlt hat.


Expertise für schwere Fälle



Cerberus ist der lateinische Name des mehrköpfigen Hundes, der in der griechischen Mythologie die Unterwelt bewacht. Und das passt. Denn der Investor gilt als Experte für die Hölle des Finanzwesens. Seien es schwer einzutreibende Kreditforderungen oder auch ganze Institute: Die Amerikaner steigen dort ein, wo andere längst die Finger davon lassen.

In der Summe verwaltet Cerberus in diesem Bereich Kredite und Beteiligungen in Höhe von mehr als 30 Milliarden Euro. Offensichtlich mit den richtigen Rezepten wie etwa der geglückte Börsengang der österreichischen Bawag-Bank zeigt, die Cerberus sanierte. Und es besteht die Chance, dass das Cerberus-Team auch bei der Deutschen Bank den richtigen Weg finden kann, um die Talfahrt zu stoppen. Die Probleme liegen bei den Kosten. Quoten von über 90 Prozent der Einnahmen liegen jenseits dessen, was bei Konkurrenten verbucht wird. Zudem hat die Bank eine zu große Bilanzsumme, deren Abbau beschleunigt werden muss.

Der Hebel ist hoch: Die Bank wird im Moment mit 21,4 Milliarden Euro bewertet. Das um den Goodwill bereinigte Eigenkapital ist mehr als doppelt so hoch. In einer normalen Kostenstruktur könnte die Bank nach Steuern im Schnitt pro Quartal rund eine Milliarde Euro verdienen.

Schon die Zahlen zum zweiten Quartal brachten erste Hoffnungsschimmer. Sie fielen etwas besser aus, als Analysten befürchtet hatten. Dass mehr zu holen ist, meinen auch die Analysten von Bankhaus Lampe. Sie stufen die Aktie nun auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 15 Euro. Und damit dürfte der Höllenhund Cerberus noch nicht zufrieden sein.




Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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