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Deutsche Nebenwerte: Zehn heimliche Stars aus der zweiten und dritten Reihe

Deutsche Nebenwerte: Zehn heimliche Stars aus der zweiten und dritten Reihe

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22.03.2019 - 17:42
10.03.2019 04:00:00

Ein Blick in die zweite und dritte Börsenreihe verrät, dass Größe längst nicht alles ist. Jenseits der Bluechips finden sich eine Reihe von attraktiven Unternehmen. Wir haben die zehn aussichtsreichsten Titel herausgefiltert und stellen diese ausführlich vor. Von Christian Ingerl

Eine "Best-of"-Auswahl findet man mittlerweile in vielen Bereichen des Lebens: Musik, Kochrezepte, Reisen. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Den Begriff Best-of, der 2009 in den Duden aufgenommen wurde, definiert das Wörterbuch wie folgt: eine besonders beliebte und erfolgreiche Zusammenstellung. Folglich taugt das Prinzip auch bestens für den Aktienmarkt.



Geht es nach Bekanntheitsgrad, würde kein Weg am Deutschen Aktienindex DAX vorbeiführen. Die 30 Bluechips sind allen anderen Titeln in Sachen Renommee meilenweit voraus. Doch das macht die zweite und dritte Börsenreihe nicht minder interessant. Im Gegenteil: Bei denjenigen Aktien, die nicht ständig unter Beobachtung der weltweiten Finanz-Community stehen, können sich beispielsweise chancenreiche Markt-Ineffizienzen ergeben. Das ist aber nur ein Grund, warum wir uns in dieser Woche auf die Suche nach den deutschen Stars aus dem Nebenwertebereich gemacht haben.


Nebenwerte first



Die kleineren Werte weisen eine Reihe von Vorteilen auf. Zuallererst wäre da der Performance-Unterschied. Zahlreiche historische Untersuchungen zeigen, dass Small Caps auf lange Sicht überdurchschnittlich hohe Renditen abwerfen.

Eine besonders lange Zeitrechnung hat der US-Ökonom Kenneth Ronald aufgestellt. Seinen Berechnungen zufolge ergab sich bei den kleinsten US-Aktien im Zeitraum von 1926 bis 2014 eine beachtliche Mehrrendite von 4,33 Prozent pro Jahr gegenüber dem Gesamtmarkt.

Ein Phänomen, das auch hierzulande beobachtet werden kann. Während der SDAX in den vergangenen 15 Jahren rund 270 Prozent zulegte, gelang dem großen Bruder "lediglich" ein Zuwachs von knapp 180 Prozent. MDAX und TecDAX konnten sich in diesem Zeitraum sogar mehr als vervierfachen.



Nebenwerte vereinen aber noch viele weitere positive Eigenschaften auf sich. Zum einen die erwähnten Markt-Ineffizienzen. Je kleiner und spezieller ein Unternehmen, desto weniger Investoren beschäftigen sich damit. Informationsvorsprünge können Investoren daher geschickt in Renditevorteile ummünzen. Auch das frühzeitige Erspähen von Nischen, also bevor die Masse der Anleger ebenfalls darauf stößt, wird in der Regel mit höheren Gewinnen belohnt. "Für Nebenwerte ist die individuelle Stellung der Unternehmen im Markt häufig entscheidender als die makroökonomische Entwicklung", erläutert Fondsmanager Björn Glück von Lupus Alpha im Gespräch mit BÖRSE ONLINE.

Mittelständische Unternehmen befinden sich zudem oft noch in der Wachstumsphase ihres Lebenszyklus, sodass die Gewinne deutlich schneller ansteigen, als das etwa bei reifen Großkonzernen der Fall ist. "Kleine Unternehmen weisen eine größere Gewinndynamik auf und können flexibler und schneller auf veränderte Marktsituationen reagieren", bestätigt Experte Glück und führt weiter aus: "Auch in schwierigen Fahrwassern wie aktuell gibt es viele attraktive Einzelgeschichten und Branchen." Hinzu kommt, dass das Wachstum kleinerer Unternehmen oftmals eigenfinanziert ist, was sie weniger anfällig gegenüber einer Verschlechterung der allgemeinen Refinanzierungsbedingungen - zum Beispiel einem Zinsanstieg - macht. Diesbezüglich gab Mario Draghi aber soeben Entwarnung. Auf der ersten Zinssitzung im neuen Jahr ließ der Chef der Europäischen Zentralbank durchblicken, dass die für dieses Jahr geplante Erhöhung der Leitsätze wohl noch hinausgezögert werden dürfte.

Aktuell gehen die Marktteilnehmer nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent von einer Anhebung der Zinsen 2019 aus, vor dem Notenbank-Treffen waren es noch 45 Prozent.

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