Amerikas drittgrößter Betreiber im stark fragmentierten Markt der Gasnetze hat die Ausschüttung pro Aktie nun schon vier Jahrzehnte in Folge erhöht: ein stabiles Investment.
Bereits 41 Jahre in Folge erhöht der Betreiber von Gasnetzen und -speichern, Atmos Energy aus Dallas in Texas, seine Dividenden, die anders als in Europa üblich quartalsweise ausgeschüttet werden. Damit zählt der Konzern aus dem Bluechip-Index S & P 500 zum besonderen Club der „Dividenden-Aristokraten“, die ihre Ausschüttungen mindestens 25 Jahre in Folge erhöht haben.
Über so lange Zeiträume müssen sich die Geschäftsmodelle und die Disziplin des Managements bei den Kosten und der Verschuldung auch in schwierigen Marktphasen bewähren, nur so lassen sich auch dann Dividenden erhöhen. Atmos, einem der größten US-Gasnetzbetreiber, gelingt das in einem stark regulierten Markt. Die Aktie ist ein sehr stabiles Investment.
Solide Marktstellung
Atmos beliefert eigenen Angaben zufolge rund 3,3 Millionen Kunden in acht US-Bundesstaaten. Bei der vor wenigen Tagen präsentierten Bilanz für das erste Quartal im Geschäftsjahr bis Ende September erhöhte der Verwaltungsrat die Quartalsdividende um knapp 15 Prozent auf einen US-Dollar pro Aktie. Mit 1,34 Milliarden Dollar Umsatz, im Rahmen der Analystenerwartungen, verdienten die Texaner im ersten Quartal besser als erwartet und lieferten einen erfreulichen Ausblick auf das Geschäftsjahr. Im Berichtszeitraum bis Ende September soll der Gewinn um neun bis zwölf Prozent und bis 2030 jährlich um sechs bis acht Prozent zulegen. Das kommt an der Börse gut an. Der Aktienkurs steigt. Regulatorische Entscheidungen in Texas erhöhen den annualisierten, regelmäßigen operativen Gewinn um 123 Millionen Dollar, weitere 81 Millionen sollten später dazukommen, berichtet Bloomberg. Während des Wintersturms in Januar hatte sich das Atmos-Erdgasnetz bewährt. Verzögerungen in der Versorgung wurden durch Speicherbestände ausgeglichen. Mit geschätzten 5,2 Milliarden Dollar Umsatz für 2026 und 2,1 Prozent Marktanteil liegt Atmos im US-Markt für Erdgasnetze lokaler Verteiler auf Platz drei, hinter NiSource mit 2,8 und Southern Company mit 2,5 Prozent.
Der 220-Milliarden-Dollar-Markt ist mit mehr als 460 Unternehmen stark fragmentiert. Nach Zuwächsen von knapp sieben Prozent pro Jahr im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre werden für den Gesamtmarkt bis 2030 nun deutlich niedrigere Zuwächse von einem bis drei Prozent jährlich erwartet. Atmos sollte diese Marke deutlich übertreffen. Analysten erwarten für dieses Jahr bis einschließlich 2029 jährliche Erlöszuwächse von mehr als sieben bis 13 Prozent.
Die bis 2030 avisierten jährlichen Gewinnsteigerungen liegen ebenfalls über dem Branchendurchschnitt. Rund 95 Prozent der bis 2030 geplanten Investitionen von rund 26 Milliarden Dollar machen sich sehr schnell, innerhalb von nur sechs Monaten, bezahlt. Das unterstützt das avisierte Gewinnwachstum und die Dividendenpolitik des Versorgers.
Häufig gestellte Fragen
Ist Atmos Energy ein Dividendenaristokrat?
Ja, Atmos Energy hat seit 40 Jahren infolge seine Dividende steigern können.
Wie hoch ist die Dividendenrendite bei Atmos Energy?
Sie liegt aktuell bei 2,9 Prozent.
Was ist das Kursziel für Atmos Energy?
Die Experten von BÖRSE ONLINE sehen ein Kursziel von 180 Euro als realistisch an.