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Euro Stoxx 50: Die besten Aktien aus dem Euroland

Euro Stoxx 50: Die besten Aktien aus dem Euroland

WKN: A2DULY ISIN: JP3802980007 Fit Inc.

26.12.2018 03:40:00

Europäische Aktien sind günstiger als US-Papiere. Doch wie sind die Titel tatsächlich bewertet? Wo locken hohe Renditen? Der große Euro-Stoxx-50-Check. Von Matthias Fischer



Knapp zehn Billionen Euro Schulden haben die Staaten der Eurozone angehäuft. Allen voran Griechenland, dessen Verschuldungsquote zum Ende des zweiten Quartals 2018 bei 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gelegen hat. Danach folgten Italien (133 Prozent) und Portugal (125 Prozent). Deutschland bringt es auf 62 Prozent, am geringsten verschuldet ist Estland mit gerade mal rund acht Prozent des BIP.



Aber - und das ist die gute Nachricht - gegenüber dem ersten Quartal hat die durchschnittliche Verschuldung in der Eurozone um 0,6 Prozentpunkte auf nun 86,3 Prozent abgenommen. Je nachdem, wie man es betrachtet, kann man aus diesen Zahlen also etwas Positives oder -etwas Negatives ablesen.


Halb voll oder halb leer?



Das gilt nicht nur für die Schulden, sondern auch für die Lage der Wirtschaft in der Eurozone. So hat sich das Verbrauchervertrauen im Euroraum im Oktober verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 0,2 auf minus 2,7 Punkte. Dagegen gingen die vom britischen Marktforschungsinstitut Markit erhobenen Einkaufsmanagerindizes deutlich zurück - insbesondere in Deutschland. Der Indikator für die gesamte Eurozone fiel auf ein Zweijahrestief. Ist das Konjunktur-Glas nun halb voll oder halb leer?

Insgesamt neigen die Ökonomen eher zur Ansicht, das Glas sei halb leer. "Die Wachstumsdelle ist noch nicht vorbei", sagt etwa Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Aber auch wenn die Prognosen nicht gerade euphorisch sind, steht doch so ziemlich fest, dass sich die Wirtschaft in der Währungsunion auf Wachstumskurs befindet.

Von einer Rezession, also einer schrumpfenden Wirtschaft, ist die Union weit entfernt. So schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF), dass das Euroland-BIP in diesem Jahr um 2,0 Prozent, 2019 um 1,9 Prozent und 2020 um 1,7 Prozent zulegen wird. Zum Vergleich: Für die USA erwartet der IWF in diesem Jahr ein Wachstum von 2,9 Prozent, im kommenden Jahr ein Plus von 2,5 Prozent und 2020 eines von 1,8 Prozent.

Behält die Organisation mit Sitz in Washington recht, nähern sich die Wachstumsraten der USA und von Euroland in den kommenden Jahren immer mehr einander an. Nun wird an der Börse ja bekanntermaßen die Zukunft gehandelt. Und wenn 2020 die USA und Euroland wirklich fast im Gleichschritt wachsen, dann sollten auch die Aktienmärkte ähnlich bewertet sein. Momentan aber weisen europäische Papiere -gegenüber den US-Konkurrenten einen deutlichen Bewertungsabschlag auf.

Das zeigt der Vergleich zwischen den jeweiligen Leitindizes, dem Dow Jones und dem Euro Stoxx 50: Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt beim Dow Jones bei 17,1, der Euro Stoxx bringt es nur auf 15,4. Beim Kurs-Buchwert-Verhältnis (Dow Jones: 4,0, Euro Stoxx: 1,6) und beim Kurs-Umsatz-Verhältnis (Dow Jones: 2,0, Euro Stoxx: 1,2) sind die Unterschiede noch eklatanter. Bei allen drei Größen gilt generell, dass ein Investment umso günstiger ist, je niedriger die jeweilige Kennzahl ist. Auch bei der Dividendenrendite sehen die Durchschnittswerte beim Euro Stoxx mit 3,7 Prozent deutlich besser aus als beim Dow Jones mit 2,2 Prozent - hier ist ein Investment umso lohnender, je höher die Dividendenrendite.

Rabatt in Euro



Damit weisen gemessen an diesen fundamentalen Kennzahlen europäische Aktien Vorteile gegenüber US-Papieren auf. Besonders interessant wird es für Anleger, wenn Papiere aus der Eurozone zusätzlich noch viel Potenzial bieten. Wir haben daher alle Titel des Euro Stoxx 50 auf Herz und Nieren geprüft und die Ergebnisse tabellarisch zusammengefasst (siehe Seite 2). Aus den 50 Aktien haben wir dann fünf besonders attraktive Unternehmen herausgefiltert, die detailliert vorgestellt werden. Wichtig war dabei, dass neben den Kennzahlen auch die Perspektiven gut sind.

Dazu kommt noch ein ETF auf den Euro Stoxx 50, der die Wertentwicklung des Index eins zu eins abbildet. Gut zu wissen: Der Index setzt auf die 50 größten Unternehmen in Euroland. Den höchsten Anteil machen dabei französische Unternehmen aus, gefolgt von deutschen und spanischen Gesellschaften. Ein ETF hat gegenüber aktiv gemanagten Fonds eine deutlich günstigere Kostenstruktur.

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