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Exklusive Prognosen für 2020: Bei diesen deutschen Werten sprudeln die Gewinne

Exklusive Prognosen für 2020: Bei diesen deutschen Werten sprudeln die Gewinne

WKN: A14QMG ISIN: JP3832900009 PLATZ Co.,Ltd.

11.04.2019 04:10:00

Traditionell widmet sich BÖRSE ONLINE im Frühjahr den neuen Prognosen. Auch dieses Jahr haben wir die mehr als 500 deutschen Aktien auf Herz und Nieren geprüft. Fazit: Unterm Strich wird das Gros der Firmen 2020 seine Gewinne steigern können. Von Christian Ingerl

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien am 21.03.2019 in Heftausgabe 12/2019

Einen Traumstart legte der DAX in diesem Jahr mit einem Plus von rund zehn Prozent hin. Damit feiern die heimischen Bluechips den besten Einstand seit mehr als 35 Jahren. Allerdings scheint die Stimmung besser zu sein als die aktuelle Lage. "Das Ganze passiert vor dem Hintergrund kontinuierlich schlechter werdender Konjunkturdaten", urteilen beispielsweise die Ökonomen von M. M. Warburg. Aus makroökonomischer Sicht ziehen am Horizont tatsächlich schwarze Wolken auf. Soeben hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) seine Prognose für das heimische Wirtschaftswachstum aufgrund einer sich abkühlenden Konjunktur in wichtigen Exportländern von 1,5 auf 1,2 Prozent für 2019 gesenkt. Die Bundesregierung geht sogar nur von einem Wachstum um 1,0 Prozent aus. Auch die Unternehmensbosse zweifeln an der Zukunft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt seit einem halben Jahr kontinuierlich und ist im Februar auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. "Die Alarmglocken haben ihr Geläut aufgenommen", bringt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, die Situation auf den Punkt.



Hinzu kommt, dass sich die Schwäche des hierzulande wichtigen Automobilsektors fortsetzt. Eine schnelle, tiefgreifende Erholung ist angesichts der ungeklärten Fragen, etwa was Dieselfahrverbote oder auch den Übergang zur E-Mobilität angeht, nicht in Sicht. Auch beim Konsum gibt es keine Entwarnung, wie ein Blick auf die aktuelle Sparquote zeigt. Im Schlussviertel 2018 lag diese bei 10,9 Prozent und damit in etwa auf einem derart niedrigen Niveau wie bei der Finanzkrise 2008/09.


Warnsignale sind auch aus der jüngsten Bilanzsaison zu vernehmen. Großkonzerne wie Continental, Covestro, Lufthansa oder auch die Deutsche Börse vergraulen mit ihren vorsichtigen Ausblicken auf das laufende Jahr die Anleger. Conti-Finanzchef Wolfgang Schäfer fasst sozusagen stellvertretend für viele Unternehmen die Unsicherheiten wie folgt zusammen: "Als Risikofaktoren sehen wir die unklaren Folgen der wirtschaftlichen Entwicklung in China, die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie zwischen den USA und Europa." Die Ungewissheit in Sachen Brexit kommt noch hinzu.

Exklusive Frühjahrsprognose



Selbst wenn es im Moment alles andere als rosig aussieht, ist das Spiel noch nicht verloren. Wichtig für Anleger ist, wie sich die Unternehmensgewinne in Zukunft entwickeln werden. Daher veröffentlichen wir heute exklusiv unsere traditionelle Frühjahrsgewinnprognose. Das Ergebnis unserer Analyse - die Gewinnschätzungen für mehr als 500 deutsche Unternehmen - finden Sie ab dieser Ausgabe im Datenbankteil "Deutsche Aktien". Für die Berechnung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses sind nun die frischen Zahlen für 2020 relevant.
Mit Blick auf die 30 DAX-Mitglieder weist der Trend klar aufwärts. 2018 haben nur zwölf Konzerne ihren Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahr steigern können. Im laufenden Jahr werden es den Schätzungen zufolge bereits 18 sein und 2020 dann bis auf Daimler und Vonovia alle. Gemessen an Indexpunkten errechnet sich derzeit ein Gewinnplus für den DAX im Jahr 2019 von 7,8 Prozent und für 2020 von 17,4 Prozent. Mit einem KGV von knapp über zwölf ist der Index daher aktuell nicht überbewertet.

Diese positiven Erwartungen spiegeln die Zuversicht wider, dass spätestens im kommenden Jahr die politischen und wirtschaftlichen "Brandherde" rund um den Globus gelöscht sind. Ob die Jahresanfangsrally deswegen ungetrübt weitergeht, ist aber fraglich. Viel zu oft hat beispielsweise US-Präsident Donald Trump schon unerwartet Öl ins Feuer gegossen, und die daraus resultierenden konjunkturellen Unwägbarkeiten können die Kurse jederzeit wieder aus dem Tritt bringen.

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE, BOERSE ONLINE

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