Fidelity America Fund: Politik und was daraus wird
· Börse Online Redaktion
Angesichts der auseinanderklaffenden Beurteilungen der Trump’schen Politik und der daraus resultierenden Risiken, aber auch Chancen ist es für Anleger sinnvoll, sich einem bewährten Fondsmanager anzuvertrauen. Angel Agudo bringt die notwendige Expertise mit. Er heuerte im Jahr 2005 bei der Investmentgesellschaft Fidelity zunächst als Analyst an. Seit 2014 wurde ihm zudem die Verantwortung für den Fidelity America Fund übertragen. Auf Sicht von zwei Jahren erzielte der Fonds über 37 Prozent, seit Jahresanfang schaffte er 16 Prozent.
Agudo ist überzeugt, dass der neue US-Präsident langfristig nur geringen Einfluss auf die amerikanischen Aktienmärkte haben wird. Extreme politische Vorhaben etwa in der Haushalts- oder Handelspolitik seien schon aufgrund des amerikanischen Rechtssystems nicht durchsetzbar. Ausschlaggebend für die Börsenentwicklung im kommenden Jahr sollte weiterhin die US-Wirtschaft sein. Die sieht der Manager in anhaltend guter Verfassung. Allerdings sei der Konjunkturzyklus schon sehr weit fortgeschritten, die Bewertungen seien alles andere als niedrig. "Eine sorgfältige Titelauswahl ist daher unverzichtbar", sagt Agudo. Gute Chancen sieht der Manager vor dem Hintergrund steigender Zinsen in den USA, unter anderem im Bankensektor. Finanztitel wie JP Morgan Chase oder Berkshire Hathaway sind daher im Portfolio stark vertreten. "Die Bilanzen der Banken sind so solide wie seit Jahren nicht mehr", meint Agudo. Erholungspotenzial erkennt der Fondsmanager auch bei Dienstleistern wie Baker Huges.
Schon länger ein Toptitel im Portfolio ist Oracle, obwohl das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit 19 mittlerweile relativ hoch ausfällt. Agudo lobt jedoch die starke Marktposition und den hohen Cashflow des Unternehmens. Auch Trump scheint die Bedeutung des Techsektors für die US-Wirtschaft inzwischen erkannt zu haben. Nachdem er die Branche noch im Wahlkampf wegen der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland heftig kritisiert und Konsequenzen angedroht hatte, traf er sich dieser Tage mit deren Spitzenmanagern, darunter auch der CEO von Oracle. Sollte sich das Verhältnis zwischen Trump und dem Silicon Valley verbessern, dürften auch Techwerte ihre nach der Wahl erlittenen Verluste wieder aufholen können.
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