Gefälschte Porsche-Aktien – gibt's nicht? Gibt's doch! Das steckt hinter der Warnung, die die BaFin nun Anlegern ans Herz legt. Von Matthias Fischer

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist die Aufsichtsbehörde für Wertpapiergeschäfte in Deutschland. Die Behörde warnt vor Porsche-Aktien mit einer falschen ISIN. Wie die BaFin in ihrer gestrigen Pressemitteilung darlegt, hat sie „den hinreichend begründeten Verdacht, dass die IBA Consulting & Trading GmbH mit Sitz in Duisburg Aktien der „Porsche AG“ mit der angeblichen ISIN NET0000POR91 ohne den erforderlichen Prospekt öffentlich anbietet. Aktien mit dieser ISIN existieren nicht. Eine Verbindung zu den Aktien der Dr. ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft besteht nicht.“

Bereits Ende Oktober hatte die BaFin eine Warnung vor diesen Papieren ausgesprochen: „Die Betreiber der Website sparclub24.com mit Geschäftssitz in Düsseldorf bieten angebliche vorbörsliche Aktien der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (kurz: Porsche AG) an. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass vorbörsliche Kaufangebote für diese Aktien unrechtmäßig sind und weder von der Volkswagen AG noch von einer ihrer Tochtergesellschaften stammen.“

Offenbar scheint es sich dabei um eine neue Masche zu handeln: „In jüngster Zeit häufen sich Meldungen von Betrugsversuchen, bei denen Aktien bekannter Gesellschaften zur Zeichnung angeboten werden. Diese Aktien werden jedoch nach Zahlung durch die Käufer nicht geliefert und die Anbieter sind nicht mehr erreichbar“, so die BaFin.


Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG