Flexibilität - der Schlüssel für Multi-Asset-Fonds
· Börse Online Redaktion
In Anbetracht dieser Umstände sind Profianleger wie Stiftungen, Pensionskassen, Versicherer oder Family Offices, die beispielsweise eine bestimmte jährliche Rendite generieren müssen, um ihre Verpflichtungen erfüllen zu können, dazu übergegangen, ihre Anlagestrategien zu überdenken, wie die Experten von Assenagon festgestellt haben. "Im Zuge dessen wächst der Bedarf an flexiblen Ansätzen, die sich nicht an einer Benchmark orientieren, sondern absolute Erträge im Blick haben", erklärt Assenagon-Chef Hans Günther Bonk. "Diese können je nach Marktumfeld die chancenreichsten Anlageklassen nutzen und Risiken professionell steuern." Nach Bonks Dafürhalten am besten über Multi-Asset-Fonds, die für Profiinvestoren ebenso erhältlich sind, wie für Privatanleger.
Multi-Asset-Fonds oder auch Mischfonds stehen in der Gunst der Anleger ohnehin ganz weit oben. Mit einem Nettomittelzufluss von mehr als 33 Milliarden Euro waren sie in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres die gesuchteste Anlageklasse. Laut einer Aufstellung des Fondsverbands BVI verwalten die in Deutschland registrierten Mischfonds inzwischen ein kumuliertes Vermögen von 231 Milliarden Euro, was sie hinter Aktienfonds zur zweitgrößten Fondsklasse macht - Mischfonds haben vom Volumen her die Gruppe der Rentenfonds im vergangenen Jahr überholt.
Dem Strategieansatz von Firmenchef Bonk folgend, ist der Asset Manager Assenagon mit einem neuen Fonds mit Namen Multi Asset Wertsicherung an den Start gegangen. "Der Fonds ermöglicht es Anlegern, Renditechancen aktiv und flexibel innerhalb eines sehr breit gefächerten Anlageuniversums zu nutzen, um langfristig attraktive Renditen zu erzielen", erklärt Thomas Romig, der den Fonds zusammen mit zwei Kollegen betreut. Gleichzeitig will er die "Risiken intelligent steuern", um über einen Zeitraum von 12 Monaten ein festes Wertsicherungsniveau von 90 Prozent nicht zu unterschreiten. Dabei ist dieses Wertsicherungsniveau nicht statisch, sondern wird nach Erreichen neuer Höchststände im Anteilswert nach oben mitgezogen.
"Die Basis unseres aktiven Portfolio Managements bilden drei Dimension", sagt Romig: "Multi Asset, Multi Instrument und Multi Management." Multi Asset bedeutet, ein breit gefächertes Anlageuniversum, das Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen ebenso einschließt wie alternative Renditequellen, zu nutzen. Multi Instrument steht dafür, in der Wahl der Anlageinstrumente frei zu sein: Die Fondsmanager können demnach auf Einzelwerte ebenso setzen wie auf ETFs, Fonds, Zertifikate oder auch derivative Instrumente. Multi Management schließlich bedeutet, dass für den Fonds auch auf externe Anlageexperten zurückgegriffen werden kann: "Uns stehen weltweit mehr als 100 Kooperationspartner für Asset-Management-Lösungen zur Verfügung, die als zusätzliche Ideen- und Informationsquelle dienen", erklärt Romig.
Aufgrund des aktiven Risikomanagements und der Wertsicherungsstrategie ist der Assenagon Multi Asset Wertsicherung für "konservative Anleger mit definierten Vorstellungen hinsichtlich ihrer Verlustrisikotoleranz ausgelegt", beschreibt Romig. Überdies sollte der Anlagehorizont mindestens vier Jahre betragen, um einen kompletten Investmentzyklus durchlaufen zu können. Das Wertsicherungsniveau wird lediglich angestrebt, aber nicht garantiert. Thomas Romig verfügt über 18 Jahre Erfahrung im Asset Management. Vor seinem Eintritt bei Assenagon im März 2015 war er für Union Investment, Allianz Global Investors, cominvest und zuvor die ADIG tätig.
Der Assenagon Multi Asset Wertsicherung wird in der P2-Tranche für Privatanleger angeboten (ISIN: LU1297482736). Der maximale Ausgabeaufschlag beträgt 3,5 Prozent, die laufenden jährlichen Kosten werden laut den Wesentlichen Anlegerinformationen mit 2,30 Prozent beziffert. Es wird ein Erfolgshonorar von 10 Prozent auf Jahreserträge erhoben, die einen Sockel von 2,5 Prozent übersteigen. Die laufenden Erträge werden regelmäßig wieder angelegt (thesauriert).
Fazit: Abgesicherter Multi-Asset-Fonds für risikoscheue Anleger. Fondsgebühren sind relativ hoch.
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