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Fünf Chemie-Aktien mit viel Luft nach oben

Fünf Chemie-Aktien mit viel Luft nach oben

WKN: BAY001 ISIN: DE000BAY0017 Bayer

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10.07.2020 - 18:58
22.04.2017 02:40:00

Der Glamourfaktor ist gering, aber die Performance an der Börse stimmt. Die Chemie-Branche wird zunehmend resistenter gegen zyklische Schwankungen. Wie Anleger davon profitieren können. Fünf Aktien mit vielversprechendem Kurspotenzial. Von Jürgen Büttner



Zu den glamourösen Sektoren, über die in der Finanzpresse ständig berichtet wird, zählt die chemische Industrie schon länger nicht mehr. Allenfalls Unfälle und Megafusionen brachten sie zuletzt in die Schlagzeilen. Doch verstecken muss sich die Branche nicht.



Beispielsweise hat der europäische Chemie-Subindex seit März 2009 den marktbreiten Stoxx Europe 600 klar abgehängt. Von Mitte 2014 bis Mitte 2016 herrschte allerdings Kursstagnation, doch inzwischen geht es wieder spürbar aufwärts. Charttechnisch eine günstige Ausgangslage.


Beachtung gebührt dem Sektor, aber nicht nur deswegen, sondern speziell in Deutschland auch wegen seiner Bedeutung für die gesamte Volkswirtschaft. Geht es doch um die drittgrößte inländische Industriebranche, die zudem als Exporteur und Produzent weltweit die Plätze drei und vier belegt. Außerdem handelt es sich nach wie vor grundsätzlich um ein Wachstumssegment. Selbst in einer reifen Chemienation wie Deutschland rechnet der Branchenverband VCI im Schnitt bis 2030 mit einem Produktionsplus, das mit 1,8 Prozent pro Jahr stärker ausfallen soll als das Wachstum der deutschen Gesamtwirtschaft (1,3 Prozent).

Noch besser sind die Aussichten wegen der größeren volkswirtschaftlichen Dynamik in Asien. Und auch in den USA sind die Perspektiven hervorragend. Dazu tragen niedrige Energie- und Rohstoffpreise ebenso bei wie die Aussicht auf Steuersenkungen oder Regulierungsabbau. Der US-Chemieverband hält für 2017 ein Branchenwachstum von 3,5 Prozent für möglich. Ermutigend dabei: Auf Branchenkonferenzen zeigten sich viele Unternehmen jüngst zumindest verhalten optimistisch.

Die Ergebnisperspektiven auf Basis der Analystenschätzungen präsentieren sich ebenfalls mehr als passabel. So sagt die Deutsche Bank in einer Studie den im Stoxx Europe 600 Chemicals enthaltenen Unternehmen für die Jahre 2017 bis 2019 Gewinnsteigerungen von 8,1, 9,3 und 7,1 Prozent voraus. Die Bewertung bewegt sich auf KGV-Basis für das übernächste Jahr mit geschätzten rund 15, aber über dem Marktdurchschnitt von rund 13. Im Zehnjahresrückblick ist das ein relativ hoher Bewertungsaufschlag. Bei der Suche nach Kaufkandidaten sollten Anleger deshalb etwas genauer hinschauen.

Denn aussichtsreiche Titel lassen sich nach wie vor finden. Das sehen Brancheninsider offenbar ähnlich. Zumindest spricht dafür die Fusionswelle, die 2017 anhalten dürfte. Diese Prognose gilt insbesondere für Megatransaktionen. Nachdem es ein Jahrzehnt lang keine Übernahme mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Dollar gab, stecken nach Angaben der Unternehmensberatung A.T. Kearney jetzt gleich vier Deals in der Pipeline, deren Wert sich zwischen 40 und 70 Milliarden Dollar bewegt.

Auf Seite 2: Fünf Kaufkandidaten



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Bildquelle: BASF SE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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