Insgesamt untersuchte die EZB 130 Geldhäuser der Euro-Zone auf Herz und Nieren. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sind 25 Banken durchgefallen. 15 von ihnen haben die Ende 2013 vorhandenen Kapitallöcher aber bereits geschlossen. Bis zu zehn Geldhäuser wiesen dagegen auch jetzt noch Lücken in ihrer Kapitaldecke auf.

In den vergangenen Tagen sickerte bereits durch, dass die Prüfer bei den 24 überprüften deutschen Instituten wohl keine größeren Kapitallöcher gefunden haben. Die Deutsche Bank hat den Stresstest nach Reuters-Informationen locker bestanden. Probleme dürften hingegen einige Banken in den europäischen Krisenländern bekommen haben.

Die EZB übernimmt am 4. November die Oberaufsicht über die Banken in der gesamten Währungsunion. Der Test bestand aus einer intensiven Prüfung der Bilanzen auf faule Kredite oder andere verborgene Probleme und einem Stresstest. Bei diesem mussten die Banken beweisen, dass sie auch bei einer schweren Rezession noch genügend Kapital haben und damit nicht vom Steuerzahler gerettet werden müssen. Um entdeckte Kapitallöcher zu stopfen, haben die betroffenen Banken bis zu neun Monate Zeit. Der Test war die umfangreichste Belastungsprobe für die Branche, die es je gab.

Reuters