Der Umsatz schrumpfte um fast elf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Wie der Mutterkonzern Volkswagen verbrennt Traton Geld: Der Netto-Cashflow im Nutzfahrzeuggeschäft belief sich auf minus 170 Millionen Euro nach plus 1,6 Milliarden Euro vor Jahresfrist.

Traton hat wie andere Fahrzeughersteller infolge der Pandemie seine Produktion gestoppt und zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Wegen schrumpfender Nutzfahrzeugmärkte hatte Vorstandschef Andreas Renschler ohnehin bereits einen Gewinneinbruch im Gesamtjahr befürchtet. Mittlerweile traut sich der Manager wie andere Firmenchefs aber keine Aussage mehr über die weitere Geschäftsentwicklung in diesem Jahr zu. "Eine aktualisierte Prognose über den Geschäftsverlauf 2020 ist unter den derzeitigen schnelllebigen Veränderungen nach wie vor nicht möglich", bekräftigte Traton.

Ob die geplante Übernahme des US-Lkw-Bauers Navistar zustandekommt, ist offen. Ein Traton-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Traton hält bereits 16,8 Prozent an dem Kooperationspartner und hatte angekündigt, sich mit der Übernahme im US-Geschäft zu verstärken.

Die Traton-Tochter MAN kündigte am Dienstag an, ihre Produktion am 27. April wieder aufzunehmen. Nach rund sechs Wochen Unterbrechung infolge der Coronakrise werde die Fertigung zunächst mit verringerter Kapazität wieder begonnen, teilte der Lkw- und Bus-Hersteller mit. Details zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal will Traton am 4. Mai bekanntgeben.

rtr