Neue Analystenstimmen geben der Hensoldt-Aktie Rückenwind. Vor allem das Thema Luftverteidigung rückt bei Experten immer stärker in den Vordergrund.

Die Bank of America (BoA) hat am Donnerstag eine Kaufempfehlung zur Hensoldt-Aktie ausgesprochen. Sie steht mit ihrem Optimismus nicht allein da: Schon in den vergangenen Wochen hatten auch Jefferies und Kepler Cheuvreux ihre Einschätzungen für den Radar- und Sensorspezialisten angehoben. 

BofA setzt auf Luftverteidigung

Am Donnerstag sorgte vor allem die Kaufempfehlung von Benjamin Heelan von der Bank of America für Aufmerksamkeit. Er setzt das Kursziel auf 88,50 Euro und sieht damit ein Kurspotenzial von gut 20 Prozent. Heelan verweist auf den iranischen Mittelstreckenraketenangriff auf den US-Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean. Aus seiner Sicht unterstreicht dieses Ereignis die Bedeutung von Investitionen in Luftverteidigung, auch in Europa, noch stärker. Hensoldt zählt dabei er neben BAE Systems, Thales, Leonardo zu den Gewinnern dieser Entwicklung. Der Experte hebt besonders hervor, dass Hensoldt bereits heute 65 bis 70 Prozent seines Umsatzes im Bereich Luftverteidigung erzielt. 

Auch Jefferies und Kepler seehn Hendsoldt positiver

Die neue BofA-Studie reiht sich in eine ganze Serie freundlicher Analystenäußerungen ein. Jefferies stufte Hensoldt bereits am 8. März 2026 von „Hold“ auf „Buy“ hoch und bestätigte sogar ein Kursziel von 90 Euro. Analyst Ben Brown begründete den Schritt mit weiter einlaufenden Aufträgen aus Deutschland, die die Prognose für den Free Cashflow konservativ erscheinen ließen. Zudem verwies er auf die gesunkene Bewertung der Aktie. 

Auch Kepler Cheuvreux schlug am 16. März 2026 einen freundlicheren Ton an und hob Hensoldt von „Reduce“ auf „Hold“ hoch. Gleichzeitig stieg das Kursziel deutlich auf 81 Euro. Damit verdichten sich die Hinweise, dass Analysten dem Konzern nach der jüngsten Schwächephase wieder mehr zutrauen.

Charttechnik bei der Hensoldt-Aktie beachten!

Charttechnisch ist interessant, dass die Hensoldt-Aktie (ISIN: DE000HAG0005) bisher vom Ausbruch des Irankrieges nicht profitieren konnte – im Gegenteil: Sie stand zuvor sogar gut zehn Prozent höher als die derzeitigen rund 72 Euro und tendiert am Donnerstag sogar neuerlich schwächer. Es könnte also durchaus sein, dass der Markt hier etwas übersehen hat …

Zudem zeigt der MACD sowohl auf Tages- wie auch auf Wochenbasis eine überverkaufte Situation an. Dies ist grundsätzlich das richtige Territorium, um in einen Titel einzusteigen. Allerdings weisen beide MACD-Betrachtungen noch auf eine Zunahme der Situation und nicht auf eine anstehende Korrekturbewegung hin. Deshalb machen Anleger wahrscheinlich nichts falsch, wenn sie mit dem Einstieg noch etwas zuwarten.

Sollte sich zeitnah eine Bodenbildung bei Hensoldt einstellen, stehen die derzeit eng beieinanderliegenden 50-, 100- und 200-Tagelinien im Fokus: Diese verlaufen aktuell bei 78,92, 81,05 und 80,14 Euro und stellen entsprechende Widerstände dar.

Fazit

Es gibt gute Argumente, weshalb die Hensoldt-Aktie sich bald verteuern sollte. Aber: Timing ist wichtig – und ein Einstieg heute dürfte wahrscheinlich noch eine Spur zu früh sein.

Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Stabile Werte Index» glücklicher.

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Häufige Fragen zur Hensoldt-Aktie:

Gehört Hensoldt zu den regelmässigen Dividendenzahlerinnen?
Ja, seit 2020 gab es jährlich eine (kleine) Ausschüttung. Die Dividendenrendite betrug jedoch nur zwischen 0,9 und 2 Prozent.

Wie hoch ist die aktuelle Dividendenrendite von Hensoldt?
Sie beträgt derzeit mickrige 0,68 Prozent.

Wie lautet das Konsenskursziel frü Hensoldt aus den vergangenen drei Monaten?
Es beträgt stattliche 89,65 Euro.

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