Hoffnungsschimmer in Hellas-Krise hilft Europas Börsen
· Börse Online Redaktion
Der Dax stieg um bis zu 0,8 Prozent auf 10.981 Punkte und näherte sich damit bis auf etwa 32 Zählern seiner bisherigen Bestmarke. Der EuroStoxx50 legte ein Prozent zu und notierte mit 3473,58 Punkten so hoch wie zuletzt vor sechseinhalb Jahren. An der Wall Street bahnte sich eine kaum veränderte Eröffnung an.
Auf Seite 2: DREHT DIE EZB GRIECHENLAND DEN GELDHAHN ZU?
DREHT DIE EZB GRIECHENLAND DEN GELDHAHN ZU?
Die von Rechts- und Linkpopulisten getragene griechische Regierung lehnt die bisherigen mit den Hilfen verbundenen Reformauflagen ab, riskiert ohne die weitere Unterstützung der Euro-Länder und des IWF aber eine Staatspleite. Das jetzige Hilfsprogramm endet am 28. Februar.
Der Athener Leitindex gewann in der Spitze 3,3 Prozent und der griechische Bankenindex rückte sogar um 10,6 Prozent vor - bis zum frühen Nachmittag bröckelten die Gewinne aber wieder etwas ab. Griechische Staatsanleihen waren ebenfalls gefragt. Dies drückte die Rendite der dreijährigen Titel um mehr als einen Prozentpunkt auf 17,72 Prozent. Die Papiere anderer südeuropäischer Krisen-Staaten wie Spanien oder Italien rentierten ebenfalls niedriger. Der Euro pendelte um die Marke von 1,14 Dollar.
Einige Marktbeobachter vermuteten, dass der Vorstoß der griechischen Regierung im Zusammenhang mit der Tagung des EZB-Rats steht. Die Währungshüter müssen darüber entscheiden, ob sie weitere Notfallkredite (ELA) der griechischen Notenbank an die heimischen Geldinstitute genehmigen. Insidern zufolge dürfte die EZB diese Woche nicht den Geldhahn zudrehen. Beobachter hielten es aber nicht für ausgeschlossen, dass die Zentralbank einen Warnschuss abgeben und eine Fortsetzung der ELA-Hilfen von einem Rettungsprogramm abhängig machen wird.
Auf Seite 3: CROPENERGIES LEGT WERK STILL - REKORD-KURSSTURZ
CROPENERGIES LEGT WERK STILL - REKORD-KURSSTURZ
Bei den deutschen Aktienwerten stand der zeitweise knapp 21-prozentige Kurssturz von CropEnergies im Fokus der Anleger. Das ist der größte Einbruch der Unternehmensgeschichte. Der Biokraftstoff-Produzent legt wegen fallender Bioethanol -Preise und der Abwertung des Euro zum Pfund Sterling sein Werk in Großbritannien still. Im Sog von CropEnergies gaben die Titel der Muttergesellschaft Südzucker 1,6 Prozent nach.
In Frankreich verbuchte vor allem Peugeot deutliche Kursgewinne. Der Autobauer macht dank der Erholung auf dem europäischen Automarkt und starken Verkäufen in China langsam Fortschritte. Die Kernsparte kam im vergangenen Jahr auf einen operativen Gewinn von 63 Millionen Euro. Im Jahr zuvor stand hier noch ein Verlust von gut einer Milliarde Euro zu Buche. Peugeot-Aktien gewannen bis zu 5,2 Prozent auf 14,19 Euro und waren damit so teuer wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Die Rivalen profitierten von der Zufriedenheit der Peugeot-Aktionäre: Renault, VW, Daimler und BMW legten je etwa rund ein Prozent zu.
Reuters
Buchtipp: Der große Gebert
„Der intelligente Investor“, „Börsenindikatoren“ und „Börsenzyklen“ sind Klassiker der Börsenliteratur. Ihr Autor ist der seit vielen Jahrzehnten an der Börse außerordentlich erfolgreiche Physiker Thomas Gebert, dessen „Gebert Börsenindikator“ seit Jahren die Fachwelt durch seine Einfachheit und durch seine Outperformance beeindruckt. Nun hat Thomas Gebert seine drei Bestseller komplett überarbeitet, an die heutige Situation angepasst und mit aktuellen Beispielen versehen.
„Der große Gebert“ ist geballtes Börsenwissen, das dem Leser eine Anleitung gibt, wie er sachlich, unaufgeregt und überaus erfolgreich an den Märkten agieren kann.
Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 336
Erscheinungstermin: 08.02.2024
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-86470-965-4