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Hollywood - It’s Showtime

Hollywood - It’s Showtime

WKN: 552484 ISIN: US64110L1061 Netflix Inc.

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29.07.2021 - 15:34
23.02.2019 21:00:00

Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung dürfte sich der Wandel der Film- und Fernsehindustrie auf offener Bühne zeigen - Hollywood könnte den wichtigsten Preis in diesem Jahr erstmals an einen Streaminganbieter vergeben. Von Wolfgang Hagl

Vom 24. auf den 25. Februar werden sich wieder unzählige Cineasten die Nacht um die Ohren schlagen. Wenn ab 2.00 Uhr unserer Zeit in Hollywood die Oscars verliehen werden, hängen sie gebannt vor dem Fernseher. In diesem Jahr könnten die Zuschauer Zeugen einer Zäsur werden: Netflix hat gute Chancen, mit "Roma" als erstes Streamingunternehmen überhaupt, die wichtigste Auszeichnung abzuräumen. Unter Buchmachern und Kinoexperten gilt das von den Kaliforniern produzierte Schwarz-Weiß-Drama als Favorit für die Wertung "Bester Film".



Noch muss sich zeigen, ob Hollywood tatsächlich bereit ist, Netflix die prestigeträchtigste Goldstatue zu überlassen. Schließlich fordert der Online-Videoanbieter die Medienindustrie seit Jahren heraus. Zunächst brach Netflix mittels im Internet abrufbarer Serien wie "House of Cards" mit der herkömmlichen Form der TV-Unterhaltung. Mittlerweile buhlt das Unternehmen verstärkt um die Cineasten. Sie müssen sich nicht mehr ins Kino aufmachen, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Streifen wie "Roma" lassen sich bequem vom heimischen Sofa aus ansehen. Das Programm kommt an: Weltweit zählt Netflix heute knapp 150 Millionen Nutzer.


An der Börse erlebte das Unternehmen 2018 dennoch einen "Filmriss". Gegenüber dem im Juni erreichten Allzeithoch von über 360 Euro brach der Nasdaq-Titel auf im Tief 210 Euro ein. Mit dem Jahreswechsel kehrte die Begeisterung der Investoren für den Streamingpionier zurück. Gut möglich, dass die Oscar-Nacht den Kurs weiter befeuert. Von einem langfristigen Investment raten wir dennoch ab. Neben der üppigen Bewertung stellen die enormen Produktionskosten aus unserer Sicht ein zentrales Risiko dar. Sie führten 2018 dazu, dass Netflix drei Milliarden US-Dollar an Barmitteln verbrauchte. Da sich daran im laufenden Jahr nichts ändern dürfte, bleibt das Unternehmen im großen Stil auf Fremdkapital angewiesen.

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Bildquelle: BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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