AKTIE DER WOCHE

Hypoport-Aktie: Sparsamer Vermittler von Milliarden

Hypoport-Aktie: Sparsamer Vermittler von Milliarden

WKN: 549336 ISIN: DE0005493365 Hypoport AG

179,20 EUR
-1,60 EUR -0,88 %
18.01.2019 - 10:48
08.01.2019 04:20:00

In der Korrektur verlor auch die Kreditplattform deutlich an Wert. Dabei ist das Immobiliengeschäft krisensicherer als gedacht. Und nun soll auch noch kostensparende Software der Berliner die lukrative Versicherungsbranche digitalisieren. Von Peer Leugermann

Geht es nach dem Management von Hypoport, hat das Wachstum des Unternehmens wenig mit dem boomenden Häusermarkt zu tun. Dabei steigert der SDAX-Konzern seinen Umsatz mit der Vermittlung von Immobilienfinanzierungen seit Jahren stark zweistellig. Über das Vergleichsportal Check24 gesuchte Darlehen etwa werden über die Europace- Plattform von Hypoport gefunden. Auch immer mehr Sparkassen und Genossenschaftsbanken nutzen den Dienst, um anbieterunabhängig die besten Offerten von über 500 angeschlossenen Finanzinstituten zu finden und abzuschließen. Dazu haben die Berliner die Bewertungsregeln für die Kreditwürdigkeit der Hauskäufer in ihre Plattform integriert. So kann direkt nach dem Klick auf die gewünschte Finanzierung der Vertrag zur Unterschrift versandt werden. Ein Service, für den Hypoport zehn Basispunkte des Kreditvolumens als Lohn erhält.



Die Elefanten stampfen weiter



Doch während die Immobilienpreise kontinuierlich steigen und die Zinsen kaum mehr tiefer fallen können, zieht das Finanzierungsvolumen nur wenig an. Die steigende Summe vermittelter Immobilienkredite von Hypoport geht daher nicht auf das schwache Marktwachstum zurück, sondern auf eine immer stärkere Nutzung der eigenen Plattform durch Banken und Finanzdienstleister. Von 385 Sparkassen sind 227 Vertragspartner, während bei den Genossenschaftsbanken erst 279 von 915 Häusern mit Europace arbeiten. Und während fast alle privaten Banken über die Plattform gut ein Drittel ihrer Kreditvergaben abwickeln, sind es bei den gemeinnützigen Instituten erst zwei bis vier Prozent. Immerhin aber hat Hypoport fast alle der jeweils 50 größten Sparkassen und Genossenschaftsbanken gewonnen.


Weil damit die Leitbullen überzeugt sind, gehen Firmenkenner davon aus, dass nun auch der Rest der Elefantenherde nachzieht. Das könnte eine Menge Staub aufwirbeln. Denn von den 230 Milliarden Euro an Hauskrediten im vergangenen Jahr wurden erst 15 Prozent über Hypoport vermittelt. Rentierlich ist der einsetzende Herdentrieb dabei bereits. In den ersten neun Monaten 2018 stieg der Umsatz aus dem Vermittlungsgeschäft um 31 Prozent auf 81,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich im Vorjahresvergleich um ein Drittel auf 18,8 Millionen Euro. Hypoport arbeitet nicht nur mit Geschäftskunden. Unter der Marke Dr. Klein wird auch Privatkunden Finanzberatung angeboten. Mit zuletzt 65,7 Millionen Euro Umsatz steuert das Segment ähnlich viel zum Gruppenumsatz bei und wächst mit einem Plus von 18 Prozent zwar langsamer, aber ebenfalls zweistellig.

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