Ausgangssituation und Signal



Die Notierungen der Infineon AG fallen am Donnerstag um knapp 1,5 Prozent. Damit schließen sie sich den schwachen Vorgaben am Gesamtmarkt an. Nachdem in der Vorwoche mit 19,97 Euro ein Mehrmonatshoch markiert wurde, korrigieren die Papiere. Dabei erreichten Sie am Donnerstagmorgen die nach oben strebende 21-Tagelinie (grüne Kurve; aktuell bei 18,64 Euro verlaufend). Sie gilt den Notierungen als kurzfristige Unterstützung. Zudem lag auf gleichem Niveau das Hoch vom September. Dieser einstige Widerstand hat sich seither in eine Unterstützung gewandelt - siehe Tageschart.

Die Analysten von Warburg Research haben ihre Einschätzung für die Infineon-Aktie im Rahmen einer Studie bereits Mitte November mit »Halten« bestätigt bei einem Kursziel von 21,50 Euro. »Der Ausblick des Chipkonzerns für 2020 ist besser als befürchtet«, so die Analysten.


Die Charts im Detail



Gut möglich, dass der jetzige Unterstützungsbereich entlang der 21-Tagelinie Käufer in das Papier der Hightech-Schmiede lenkt, zumal sich die zuvor gezeigte überkaufte Marktsituation mittlerweile abgebaut hat. Dies lässt sich an der Graphik unterhalb des Tagescharts ablesen. Die dort verlaufende Kurve zeigt den prozentualen Abstand zwischen 21-Tagelinie und Aktienkurs auf.

Sowohl der Wochen- als auch der Monatschart zeugen von einer fortschreitenden Bodenbildung, die vergangenen Sommer ihren Anfang nahm. Als nächste Schlüsselmarke gilt es, den Bereich um 20 Euro nach oben zu durchbrechen. Dann könnte der nächste größere Widerstand bei 21,61 Euro angegangen werden.


Tageschart





Wochenchart




Monatschart





Empfehlung der Redaktion



Infineon: Halten / spekulativ kaufen. Der Titel hat seine überkaufte Marktsituation im kurzfristigen Bereich bereinigt. Notierungen oberhalb von 20 Euro wären ein Kaufsignal mit einem nachfolgenden Kursziel bei 21,61 Euro.


Nächste Widerstände: 21,61 Euro (bisheriges Jahreshoch) und 26 Euro (2018er-Hoch).
Nächste Unterstützungen: 18,64 Euro (21-Tagelinie) und 17,63 Euro (200-Tagelinie).


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

AUTOR Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er über viele Jahre hinweg in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht. www.index-radar.de