Nach der gescheiterten Regierungsbildung durch die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega steuert Italien auf Neuwahlen bis spätestens im Herbst zu. Viele Marktteilnehmer fürchten nun, dass diese Wahlen de facto zu einem Referendum über die Zukunft des Landes in Europa werden könnten.
Vor allem Finanztitel gerieten in den Sog der Italien-Krise. Die Aktien der Deutschen Bank brachen um 4,7 Prozent auf 9,81 Euro ein und notierten damit erstmals seit September 2016 wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von zehn Euro. Commerzbank rutschten um 3,6 Prozent auf ein 13-Monats-Tief von 9,00 Euro ab.
Demgegenüber sorgten die im SDax gelisteten Titel von Grammer mit einem Plus von 19 Prozent auf 61,15 Euro für Furore: Der chinesische Großaktionär Ningbo Jifeng will den Autozulieferer komplett übernehmen.
Auch US-Investoren zeigten sich zum Handelsstart nach dem verlängerten Wochenende an der Wall Street besorgt. Der Dow Jones verlor am Morgen 1,2 Prozent auf 24.458,67 Punkte, der marktbreite S&P500 gab um 0,9 Prozent auf 2.697,51 Zähler nach.
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