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Kasachstan-Aktien: Wie Anleger von der Privatisierungswelle profitieren

Kasachstan-Aktien: Wie Anleger von der Privatisierungswelle profitieren
15.07.2018 07:30:00

Bis 2020 sollen mehr als 800 Staatsunternehmen des rohstoffreichen, zentralasiatischen Schwellenlands ganz oder teilweise verkauft werden. Wie Anleger von der Privatisierungswelle profitieren. Von Sabine Gusbeth

Wie die futuristische Kulisse eines Science-Fiction-Films wirkt der Prachtboulevard Nurzhol in Kasachstans Hauptstadt Astana. Die Vorzeigepromenade erstreckt sich über zwei Kilometer. Sie beginnt am Präsidentenpalast Ak Orda, der durchaus Ähnlichkeiten mit dem Weißen Haus hat, und reicht bis zum beliebten Einkaufszentrum Khan Shatyr, entworfen vom Stararchitekten Norman Foster, in Form eines gigantischen Nomadenzelts. Letzteres ist der einzige Hinweis darauf, dass hier vor einigen Jahren alles noch Steppe war. Auffallend sind auch die beiden goldenen Türme, die in den blauen Himmel ragen. Sie beherbergen den Staatsfonds Samruk-Kazyna, dem große Teile der kasachischen Wirtschaft gehören.





Doch das soll sich bald ändern. Bis 2020 will Kasachstan mehr als 800 staatliche Unternehmen ganz oder teilweise privatisieren. Noch ist es für deutsche Privatanleger kaum möglich, von den Wachstumschancen des rohstoffreichen zentralasiatischen Schwellenlands zu profitieren. Doch Kasachstan wirbt massiv um Investoren aus dem Ausland. Am 5. Juli eröffnet das Internationale Finanzzentrum Astana (AIFC). An der dort angesiedelten internationalen Börse AIX soll in den kommenden Wochen und Monaten eine Reihe von Staatsunternehmen gelistet werden. Als aussichtsreichste Börsenkandidaten gelten die Fluggesellschaft Air Astana, die Telekommunikationsgesellschaft Kazakhtelecom, der weltgrößte Uranproduzent Kazatomprom, die Gasfördergesellschaft Kazmunaygas, Eisenbahnbetreiber Kazakhstan Temir Zholy und Minenkonzern Tau-Ken Samruk.


Mithilfe ausländischer Investoren will Kasachstan seine Industrie modernisieren, mehr Wertschöpfung im eigenen Land generieren und so die Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten verringern. Denn der weltweite Preisverfall bei Rohstoffen hat dafür gesorgt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt währungsbereinigt zwischen 2013 und 2016 nahezu halbiert hat. Erst seit 2017 wächst die Wirtschaft wieder: 2017 legte sie um vier Prozent zu, für das aktuelle Jahr sagt die Weltbank ein Plus von 3,7 Prozent voraus - vor allem dank der Erholung des Ölpreises.

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