Die führenden US-Aktienindizes reagierten am ersten Handelstag nach dem Urnengang positiv auf den Ausgang der Zwischenwahlen. Unter dem Strich ist für die vergangenen Wochen aber eine Konsolidierung zu konstatieren. Die Hoffnung der Bullen lautet nun, dass wie in der Regel üblich seit 1945 die Kurse nach den Zwischenzahlen auf Sicht von 12 Monaten steigen.

Ob es dazu kommt, ist aber speziell nach dem überaus schwachen Auftakt in diese Woche noch mehr als ungewiss. Bürden stellen der im Vergleich mit vielen anderen Weltbörsen bestehende Bewertungsaufschlag dar und Gegenwind für die Aktienkurs geht auch von den steigenden Anleiherenditen sowie dem relativ festen Dollar aus. Eventuell weiter steigende Zinsen sind dabei auch deshalb ein Problem, weil die Staatsverschuldung sehr hoch ist und das teilweise auch mit Blick auf die Unternehmen gilt.

Sehr gut präsentieren sich dagegen die Konjunkturzahlen, etwa in der Form einer extrem niedrigen Arbeitslosenquote, und auch die Unternehmensgewinne entwickeln sich prächtig. Für das abgelaufene dritte Quartal steuern die S&P 500 Index Vertreter im Schnitt auf ein Ergebnisplus von rund 25 Prozent zu. Auch für 2019 rechnen Analysten mit weiter steigenden Gewinnen von rund zehn Prozent. Doch obwohl auch das passabel klingt, ist zu beachten, dass in der Vergangenheit eine rückläufige Gewinndynamik nicht gut angekommen ist an der Wall Street.

Was die weiteren Kursaussichten angeht, dürfte auch einiges davon abhängen, wie es mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China weitergeht. Hier ruhen die Hoffnungen auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen bei dem geplanten Treffen zwischen Trump und Xi auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires Ende November. Auf Fortschritte würde der US-Aktienmarkt sicherlich positiv reagieren und vermutlich negativ im umgedrehten Fall.

Was auch immer passiert, Fakt ist aktuell, dass die jüngste Kursschwäche die Chartbilder bei vielen Aktien auch in den USA spürbar eingetrübt hat. Für den Anlageerfolg ist es aber wichtig, Titel mit relativer Stärke im Depot zu haben. Wir haben uns deshalb auf der Suche gemacht nach Werten mit zuletzt frisch aufgestellten 52-Wochenhochs. Fündig geworden sind wir dabei bei fünf Aktien, die allesamt im Dow Jones Industrial Average enthalten sind. Mehr dazu auf den nachfolgenden Seiten.

Auf Seite 2: Verizon Communications





Verizon Communications-Aktie



Das erfolgreiche Fahnden nach interessanten Aktien ist durch die jüngste Kurskorrektur selbst in den USA, dem Zugpferd im laufenden Bullenmarkt, schwieriger geworden. Schließlich ist auch an der Wall Street die Zahl jener Aktien geschrumpft, die sowohl mit einem ansprechenden Chartbild als auch mit einer vernünftigen Bewertung aufwarten können. Gut sieht es in dieser Hinsicht aber bei Verizon Communications aus. Denn der US-Telekommunikationskonzern, der Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Kommunikation, Information und Unterhaltung für Privatkunden, Unternehmen und staatliche Behörden anbietet, ist trotz der jüngsten Marktschwäche auf ein neues 52-Wochenhoch vorgestoßen.



Genau genommen hat der Titel mit zuletzt gültigen 58,72 Dollar sogar die höchsten Notierungen seit Ende 2000 erreicht. Und weil es bei dem jüngsten Anstieg gelungen ist, wichtige Chartbarrieren aus dem Weg zu räumen, könnte damit jetzt vielleicht sogar der Weg frei geschaufelt sein, um mittelfristig in Richtung des Rekordhochs von 69,46 Dollar zu marschieren, das noch vom Oktober 1999 stammt.

Fundamentale und operative Einschätzung



Zur zuletzt guten Kurentwicklung passt auch, dass die Gesellschaft ansprechende Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt hat. So stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf 32,2 Milliarden Dollar, während beim bereinigten Gewinn je Aktie 1,20 Dollar nach 0,96 Dollar im Vorjahreszeitraum hängen blieb. Analysten hatten Verizon nur Erlöse von 31,8 Milliarden Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Anteil von 1,14 Dollar zugetraut.

Das geschätzte KGV für 2019 ist auf rund 12 zu taxieren und die Dividendenrendite für das laufende Geschäftsjahr auf fast 4,2 Prozent. Das sind akzeptable Bewertungsrelationen, die weitere moderate Kursgewinne zulassen, auch wenn Analysten bezüglich der weiteren Gewinnaussichten eher zurückhaltend gestimmt sind. Das Ergebnis je Aktie sehen sie von 2018 bis 2022 im Schnitt von 4,68 Dollar auf 5,04 Dollar steigen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Analystenkonsens das Kursziel mit 57,87 Dollar in etwa nur auf Höhe der aktuellen Notierungen ansetzt.

Laut den Analysten der DZ Bank verfügt das US-Telekommunikationsunternehmen über ein qualitativ hochwertiges Mobilfunknetz und ist mit über 100 Millionen Vertragskunden Marktführer. Die Abwanderungsquote (ein Prozent pro Monat) sei im Sektorvergleich sehr gering. Aus Sicht der Analysten bleibt das US-Mobilfunkgeschäft in den nächsten Quartalen aber hart umkämpft. Dagegen sollte im Geschäftsjahr 2018 nach Unternehmensangaben die US-Steuerreform unterstützend auf das Ergebnis wirken.

Die zuletzt schlechten Zahlen der Einheit "Oath" (Zusammenschluss aus AOL und Yahoo!) bestätigten dagegen die hausintern kritische Einstellung zur Strategie von Verizon im attraktiven Onlinewerbemarkt. Für die DZ Bank ist der Versuch, gegenüber den mächtigen Wettbewerbern Google, Facebook sowie Amazon Marktanteile gewinnen zu wollen, mehr als ambitioniert. Dafür sollte sich aber die Aufhebung der Netzneutralität positiv auf die Einnahmensituation im Stammgeschäft auswirken.

Profil



Verizon Communications Inc. ist ein weltweit führender Telekommunikationsanbieter in den Bereichen Mobilfunk, Internet und Festnetz. Das Unternehmen zählt zu einem der größten US-amerikanischen Mobilfunkanbieter, mit über 100 Millionen Kunden allein auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt. Das Angebotsspektrum umfasst hier mobile Kommunikationsprodukte und Datendienste für Privat- und Geschäftskunden sowie den Verkauf der entsprechenden Geräte und Accessoires wie Headsets, Bluetooth, Displayschutzhüllen und Akkus.

Im Gerätebereich vertreibt das Unternehmen Handys, Smartphones, Tablet-PCs, USB-Modems und Netbooks aller großen Marken wie Apple, Samsung, HTC, Blackberry, LG und Motorola. Der Festnetzmarkt als zweites Standbein des Unternehmens wird mit Telekommunikationsleistungen wie Festnetz-Telefonie, Internetzugängen, Breitband-Video und Datenstreaming und Dienstleistungen im Netzwerk-Bereich versorgt. 2017 übernahm Verizon das operative Geschäft des Internet-Pioneers Yahoo für rund 4,5 Milliarden Dollar.

Auf Seite 3: Coca-Cola





Coca-Cola-Aktie



Richtig viel relative Stärke hat jüngst Coca-Cola demonstriert. Mit viel Schwung ist die Notiz nicht nur auf frische 52-Wochenhochs, sondern mit zuletzt gültigen 49,87 Dollar sogar auf neue Kursrekorde vorgerückt. Damit geht ein charttechnisches Kaufsignal erster Güte einher, weil damit ein mittelfristiger Seitwärtstrend zu den Akten gelegt wurde.



Zumindest sind damit jetzt die Voraussetzungen für einen länger anhaltenden Aufwärtstrend geschaffen. Der Analystenkonsens taxiert das Kursziel zwar nur auf 51,48 Dollar, was nur moderat über den aktuellen Notierungen liegt. Aber das positive Chartbild spricht aus unserer Sicht dafür, dass hier mehr drin ist.

Fundamentale und operative Einschätzung



In den Vorjahren hielt den Aktienkurs die Tatsache im Zaum, dass der US-Getränke- und Snackkonzern vor der Aufgabe stand, sich auf veränderte Verbrauchervorlieben (weniger zuckerhaltige Getränke etc.) einstellen zu müssen. Außerdem war es für den Titel eine Bürde, dass die Bewertungen recht anspruchsvoll waren.

Bei einem geschätzten KGV von fast 24 für 2018 ist das zwar im Grunde genommen auch aktuell noch immer der Fall. Aber immerhin ist die Gesellschaft dabei, in diese Bewertungen hineinzuwachsen. Zumindest wenn der Analystenkonsens Recht behält, der den Gewinn je Aktie von 2017 bis 2022 von 1,91 Dollar auf 2,83 Dollar steigen sieht.

Mut mit Blick auf die zuvor erwähnten veränderten Verbrauchervorlieben macht die Meldung, wonach das Unternehmen zuletzt in Nordamerika zweistellige Zuwachsraten bei Coca-Cola Zero Sugar und Powerade Zero verzeichnete. Kräftig zulegen konnten auch die Wasser-Marken Smartwater und Topo Chico. Laut Konzernchef James Quincey sieht Coca-Cola zudem Chancen für Wasser aus dem Premiumsegment in Schwellenländern wie Mexiko und China.

Die Zahlen für das dritte Quartal 2018 konnten nach Einschätzung der BayernLB insgesamt überzeugen und sowohl beim Umsatz (minus neun Prozent auf 8,25 Milliarden Dollar) als auch ergebnisseitig (unter anderem bereinigter Gewinn je Aktien plus 14 Prozent auf 0,58 Dollar) die hauseigenen Prognosen von 8,12 Milliarden Dollar bzw. 0,54 Dollar) sowie den Marktkonsens (8,17 Milliarden Dollar bzw. 0,55 Dollar) übertroffen.

Allgemein sprachen die Analysten ansonsten noch davon, dass die laufende Umstrukturierung (unter anderem Refranchisierung der Flaschenabfüllaktivitäten, Vereinfachung der Organisationsstruktur, Diversifizierung der Produktpalette) sich zunehmend zu materialisieren beginne. Positiv wertet man zudem, dass sich auch in Nordamerika eine Zunahme der Wachstumsdynamik abzeichne.

Profil



The Coca-Cola Company ist einer der weltweit größten Softdrink-Produzenten. Das Unternehmen besitzt die Rechte an weltweit rund 500 Marken. Zu den Produkten, die allesamt alkoholfrei sind, gehören Erfrischungsgetränke mit und ohne Zucker, Schorlen, Eistees, Sportgetränke, Säfte, verschiedene Mineral-, Heil- und Tafelwasser sowie gekühlte, trinkfertige Kaffeespezialitäten. Auch die Angebotsform ist vielseitig. Die unterschiedliche Packungsgrößen sind zugeschnitten auf den Bedarf von Singles, Großfamilien oder eignen sich für unterwegs.

Mit den Produkten Coca-Cola, Diet Coke, Sprite und Fanta gehören vier Produkte der Coca-Cola Company zu den "World's top five" der nicht-alkoholischen kohlensäurehaltigen Getränke. Daneben zählen zu den erfolgreichsten Marken Coca-Cola Zero, Minute Maid, Powerade, Aquarius, Dasani, Glacéau Vitaminwater, Simply oder Georgia. Die internationale Coca-Cola Company arbeitet im Lizenzsystem. Als Markeninhaberin hat das Unternehmen Lizenzverträge mit Partnern weltweit, den sogenannten Konzessionären, die für die Produktion und den Vertrieb der Coca-Cola Produkte verantwortlich sind.

Auf Seite 4: McDonald's





McDonald's-Aktie



Auch McDonald's hat charttechnisch mehr zu bieten als nur 52-Wochenhochs. Hier gibt es ebenfalls neue Kursrekorde zu feiern. Und weil mit dem Vorstoß auf neue Bestmarken ein mehr als einjähriger Seitwärtstrend beendet scheint, ist das theoretisch ein sehr wertvolles prozyklisches Kaufsignal.



Von März 2003 bis heute kommt der Titel auf einen Anstieg von 12,38 Dollar auf in der Spitze 185,84 Dollar. Der Wert geht somit als eine Art charttechnischer Dauerläufer durch. Der langfristige Aufwärtstrend ist dank der neuen Bestmarken auch völlig intakt.

Fundamentale und operative Einschätzung



Möglich gemacht haben die zuletzt demonstrierte relative Kursstärke positiv aufgenommene Geschäftszahlen. So hat die Gesellschaft für das dritte Quartal 2018 ein Ergebnis veröffentlicht, dass die Erwartungen übertroffen hat. Der Umsatz sank zwar um sieben Prozent auf 5,37 Milliarden Dollar, doch das war wie in den Vorquartalen durch den weiter zunehmenden Franchise-Anteil zu erklären. Auf vergleichbarer Basis nahm der Umsatz um 4,2 Prozent zu. Das operative Ergebnis lag mit 2,42 Milliarden Dollar um 21 Prozent unter dem Vorjahreswert, wobei für den Vorjahreszeitraum aber ein hoher außerordentlicher Gewinn zu berücksichtigen ist. Bereinigt kam das Ergebnis um zwei Prozent voran.

Den Gewinn je Aktie bezifferte das Unternehmen auf 2,10 Dollar, was einem bereinigten Plus von 19 Prozent entspricht. Getrieben werden die Geschäfte dabei von positiv aufgenommenen Veränderungen im Produktsortiment sowie der serviceorientierten Modernisierung der Restaurants.

Sollte der Analystenkonsens mit der Prognose Recht behalten, wonach der Gewinn von 2017 bis 2022 von 6,66 Dollar auf 10,67 Dollar je Aktie steigen soll, dann stimmt der Ergebnistrend und das erklärt auch das wiedererwachte Anlegerinteresse an dem Titel mit.

Wie die Landesbank Baden-Württemberg erklärt, sind die wesentlichen Treiber für die positive Geschäftsentwicklung weiterhin Veränderungen im Produktsortiment sowie die serviceorientierte Modernisierung der Restaurants.

Wichtig aus Aktionärssicht ist auch, dass das Unternehmen seine Quartalsdividende ab dem vierten Quartal um 15 Prozent auf 1,16 Dollar je Aktie und die Zielmarke für Ausschüttungen an die Aktionäre bis Ende 2019 auf 25 Milliarden Dollar erhöht hat.

Profil



McDonald's ist das weltweit größte Systemgastronomieunternehmen und in über 100 Ländern tätig. Der Großteil der Restaurants wird von Franchisenehmern betrieben. Dies ermöglicht eine rasche Expansion und sorgt für hohe Margen, da die Fixkosten niedrig gehalten werden. Neben Hamburger, Pommes Frites und Chicken McNuggets werden Frühstücks- und Dessertprodukte, nichtalkoholische Getränke und lokal angepasste Angebote vertrieben. Die neue Organisationsstruktur unterteilt sich in die Segmente US-Market (35,1 Prozent Umsatzanteil), International Lead Markets (32,2 Prozent), High Growth Markets (24,2 Prozent) und Foundational Markets (8,5 Prozent).

Auf Seite 5: UnitedHealth Group





UnitedHealth Group-Aktie



Einen Status als charttechnischer Dauerläufer hat sich mit Sicherheit auch die UnitedHealth Group verdient. Der US-Krankenversicherer hat in der Vorwoche weitere Bestmarken aufgestellt und erweist sich angesichts eines uneingeschränkt intakten langfristigen Aufwärtstrend als so etwas wie ein Feld in der Brandung am US-Aktienmarkt.



Wie stark sich dieser Titel langfristig geschlagen hat, zeigt sich an einem von Oktober 1998 bis heute verbuchten Anstieg von 4,57 Dollar auf 276,65 Dollar. Wirklich beeindruckend ist dabei auch, wie stetig der Kurs seit März 2009 noch oben strebt.

Fundamentale und operative Einschätzung



Untermauert werden die neuen Kursrekorde durch die Meldung, wonach das Unternehmen im dritten Quartal dank steigender Mitgliederzahlen mehr verdient und umgesetzt als erwartet und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht hat. Konkret stellt die Gesellschaft nun für das laufende Geschäftsjahr ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 12,80 Dollar in Aussicht. Bisher war von einem bereinigten Gewinn zwischen 12,50 und 12,75 Dollar je Anteilsschein die Rede gewesen.

Im dritten Quartal legte das Nettoergebnis um 28 Prozent auf 3,19 Milliarden Dollar oder umgerechnet auf 3,24 Dollar je Aktie zu. Auf bereinigter Basis betrug der Gewinn je Aktie 3,41 Dollar, während Analysten mit 3,29 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 56,56 Milliarden Dollar und war damit ebenfalls etwas besser als die von Analysten im Schnitt erwarteten 56,34 Milliarden Dollar.

Das hört sich gut an und wenn es wie derzeit von Analysten erwartet gelingt, den Gewinn je Aktie von 2017 bis 2022 von 10,07 Dollar auf 21,26 Dollar zu steigern, dann sind hier theoretisch auch noch höher Notierungen drin. Am Ende des genannten Zeitraums würde sich auf Basis der Ergebnisprognose jedenfalls ein recht moderates geschätztes KGV von 12,8 ergeben.

Die Analysten bei der Credit Suisse verweisen darauf, dass UnitedHealth mit einem Jahresumsatz von über 225 Milliarden Dollar über ein breites und vielfältiges Produktangebot verfügt, das den Titel zu einer überzeugenden Anlageoption macht, um vom langfristigen säkularen Wachstum des US-Gesundheitswesens zu profitieren. Für einen marktschweren Vertreter aus dem Dow Jones Industrial Average komme der Titel auch mit einem langfristig sehr attraktiven Gewinnwachstum daher.

Als Marktführer in allen Produktsegmenten, in denen sie das Unternehmen im Wettbewerb tummelt, ist UnitedHealth gut positioniert, um in den nächsten Jahren Marktanteile zu gewinnen und die Erträge zu steigern. Der Geschäftsbereich Optum scheine für 2018 ein weiteres Jahr mit robustem Wachstum zu erwarten, wobei aber auch allgemein alle Hauptsegmente gut positioniert seien, um ein starkes Umsatz- und Ergebniswachstum zu erzielen.

Profil



UnitedHealth Group ist ein führendes Dienstleistungsunternehmen der Gesundheitsvorsorge. Das Kerngeschäft setzt sich aus Versicherungen und Gesundheitsfürsorge zusammen, die jeweils über die beiden Bereiche UnitedHealthcare und Optum erbracht werden. UnitedHealthcare bietet Vorsorgepläne für ein breites Spektrum von Kunden wie Unternehmen aller Größenordnungen und Privatkunden sowie für staatlich Versicherte und Rentner.

Optum unterstützt hingegen das Gesundheitswesen an sich und will mit seinen Leistungen zur Verbesserung der Versorgung sowohl für Patienten und das Pflegepersonal als auch für diejenigen, die für die Versorgung bezahlen wie Arbeitgeber und Versicherungen sowie Forschungsorganisationen beitragen. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören umfassende Pflegeleistungen und -programme, Pflegemanagement, Informationstechnologie und Software sowie Pharmazieprogramme.

Auf Seite 6: Merck & Co.





Merck & Co.-Aktie



Seit April präsentiert sich der Aktienkurs von Merck & Co. in einer sehr guten Verfassung. Durch den seitdem verbuchten Kursanstieg reichte es zwischenzeitlich nicht nur zu neuen 52-Wochenhochs, sondern auch zu den höchsten Ständen seit 2001.



Nach einer vorangegangenen Seitwärtsbewegung hat der Wert den seit März 2009 bestehenden Aufwärtstrend wieder aufgenommen. Theoretisch ist damit jetzt sogar der Weg frei, um mittelfristig in Richtung Rekordhoch von 89,80 Dollar zu laufen, das bereits im November 2000 aufgestellt wurde.

Fundamentale und operative Einschätzung



Für die großen gelisteten US-Pharmakonzern läuft es neuerdings wieder besser als in den Vorjahren. Als Beleg dafür taugt der zuvor skizzierte Kursausbruch nach oben von Merch & Co. Nachdem diese Werte zuvor unter auslaufenden Patenten und der zunehmenden Konkurrenz von Nachahmerprodukten gelitten hatten, scheint man am Markt jetzt davon auszugehen, dass sich diese Gesellschaften doch behaupten können. Bei Merck & Co. geht man am Markt beispielsweise davon aus, dass der Wegfall von Patenten hier durch das Wachstum der Tiermedizinsparte sowie dem Krebsmedikament Keytruda (humanisierter monoklonaler Antikörper zur Krebsbehandlung bei verschiedene Tumoren) kompensiert werden kann.

Und in der Tat ist es dem Pharmariesen dank der Medikamente Keytruda und Gardasil (HPV-Impfstoff) im dritten Quartal gelungen, Umsatz und Ergebnis zu steigern und auf der erreichten Basis sah man sich sogar ermutigt, die Aussichten für das Gesamtjahr optimistischer als bisher zu beurteilen.

Konkret verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,95 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 56 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Je Aktie berichtete man einen Gewinn von 73 Cent je Aktie nach einem Verlust von zwei Cent. Im Vorjahr hatte der Konzern eine Sonderbelastung von 2,35 Milliarden Dollar verbucht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im dritten Quartal bei 1,19 Dollar nach 1,11 Dollar im Vorjahr. Der Gesamtumsatz kletterte um fünf Prozent auf 10,79 Milliarden Dollar.

Den Gewinnausblick für das bereinigte Jahresergebnis je Aktie hat die Gesellschaft auf 4,30 bis 4,36 Dollar erhöht von 4,22 bis 4,30 Dollar. Die Umsatzprognose ist am oberen unteren Ende um 100 Millionen auf 42,1 bis 42,7 Milliarden Dollar eingegrenzt worden.

Ansonsten sind die Bewertungen hier nach wie vor als relativ vernünftig einzustufen. Denn Analysten rechnen im Schnitt von 2017 bis 2022 mit einem Gewinnanstieg von 3,98 Dollar auf 6,25 Dollar. Daraus ergibt sich für das Ende des genannten Zeitraums ein geschätztes KGV von rund 12. Zudem errechnet sich auf Basis einer für das Geschäftsjahr 2018 erwarteten Ausschüttung von 1,93 Dollar je Aktie eine Dividendenrendite von immerhin 2,58 Prozent.

Profil



Merck & Co. Inc. ist ein forschungsorientiertes, globales Pharmaunternehmen, das ein breites Sortiment an neuartigen Medikamenten, Impfstoffen und biologischen Therapeutika erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet. Das Angebot richtet sich vorwiegend an Krankenhäuser, Apotheken, Einzelhändler, Versicherungen, Regierungsverwaltungen oder institutionelle Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen.

Des Weiteren bietet Merck & Co. nicht-verschreibungspflichtige Medikamente, Produkte für die Fußpflege und Sonnenschutzmittel sowie Gesundheitsprodukte für Tiere an. Dabei bedient sich das Unternehmen der Biotechnologie, der Genforschung und der Gentherapie. Schwerpunkte sind die Behandlung von Allergien, Atemwegserkrankungen, Infektionskrankheiten, Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems sowie Hautkrankheiten.