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Knorr-Bremse-Aktie nach den Zahlen: Zunehmende Risiken, das sollten Anleger wissen

Knorr-Bremse-Aktie nach den Zahlen: Zunehmende Risiken, das sollten Anleger wissen

WKN: KBX100 ISIN: DE000KBX1006 Knorr-Bremse

87,53 EUR
1,16 EUR 1,34 %
22.03.2019 - 13:54
08.03.2019 03:50:00

Trotz einer soliden Jahresbilanz und der Bestätigung seiner mittelfristigen Umsatz- und Rentabilitätsziele sind die Zahlen des Börsenneulings und designierten MDAX-Aufsteigers am Markt zunächst eher verhalten angekommen. Von Wolfgang Ehrensberger und Carl Batisweiler



Die Knorr Bremse-Aktie verzeichnete am Donnerstag leichte Kursverluste, denn obwohl der Münchner Konzern seine zum IPO ausgegebenen Ziele alle erreicht hat, sehen die Marktteilnehmer offensichtlich zu viele Unsicherheiten im Geschäft des laufenden Jahres - Stichwort Brexit und Handelskonflikte.



So hat Knorr-Bremse einen eher konservativen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2019 gegeben, mit einem Umsatz von 6,8 bis sieben Milliarden Euro und einer Vorsteuer-Marge von 18 bis 19 Prozent - was angesichts der unsicheren Rahmenverhältnisse eigentlich nicht überraschend ist.


Interessant dürfte bleiben, inwieweit Vorstandschef Klaus Deller im Laufe des Tages seine Strategie noch klarer erläutert, durch gezielte Übernahmen attraktiver Unternehmen die beiden Geschäftsbereiche weiter auszubauen. Erst vor kurzem hatte Knorr-Bremse den Nutzfahrzeuge-Lenksysteme-Bereich von Hitachi übernommen und damit auch Analysten überzeugt.

"Trotz eines unsicheren, volatilen Marktumfelds stieg die Nachfrage nach Knorr-Bremse-Systemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge auf ein neues Höchstniveau", sagte Vorstandschef Klaus Deller.

Das soll auch 2019 so weitergehen. Der Auftragseingang habe erstmals die Sieben-Milliarden-Schwelle erreicht. Der Umsatz soll im Konzern auf 6,8 bis 7,0 Milliarden Euro steigen, wenn die Konjunktur halbwegs stabil bleibt. Die Ebitda-Marge sich auf 18 bis 19 Prozent verbessern. Das entspricht einem operativen Gewinn von 1,22 bis 1,33 Milliarden Euro.

Wie viel Gewinn 2018 unter dem Strich blieb, teilte Knorr-Bremse nicht mit. 40 bis 50 Prozent davon sollen als Dividende ausgeschüttet werden.



Einschätzung der Redaktion:

Trotz der zunehmenden Unsicherheiten bleibt Knorr-Bremse ein mittelfristig interessanter und gut im Markt positionierter Industriekonzern mit einem stabilen Geschäftsmodell. Mit einem Umsatz von 6,8 bis sieben Milliarden Euro und einer Vorsteuer-Marge von 18 bis 19 Prozent in 2019 ist Knorr-Bremse derzeit fair bewertet. Wegen der zunehmenden Risiken Halteposition.

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Ziel: 92,00 Euro
Stoppkurs: 76,00 Euro

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Bildquelle: Knorr-Bremse AG

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