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Knorr Bremse bleibt nach Aus bei Hella bei Übernahmen vorsichtig

Knorr Bremse bleibt nach Aus bei Hella bei Übernahmen vorsichtig

WKN: KBX100 ISIN: DE000KBX1006 Knorr-Bremse

92,58 EUR
0,86 EUR 0,94 %
18.10.2021 - 17:18
13.08.2021 12:07:39

Der Münchner Nutzfahrzeug- und Zug-Zulieferer Knorr Bremse bleibt nach dem Rückzug von der Übernahme des Scheinwerferspezialisten Hella vorsichtig. "Außer Frage steht, dass wir in Bezug auf Übernahmen auch künftig sehr diszipliniert sein werden", sagte Vorstandschef Jan Mrosik am Freitag.

Details zur Strategie sollten bei einem Kapitalmarkttag Ende November vorgelegt werden. "Größe an sich stellt keinen Wert dar." Kriterien seien eher ein starkes Geschäft mit Wartung und Ersatzteilen sowie eine starke Profitabilität.

Knorr Bremse hatte seinen Hut für Hella offiziell in den Ring geworfen, nach einer Woche aber einen Rückzieher gemacht. Um den Autozulieferer buhlen nach Reuters-Informaitonen noch drei Interessenten: die französischen Konzerne Faurecia und Plastic Omnium sowie der fünftgrößte deutsche Autozulieferer, der Stuttgarter Kolben- und Klimaanlagen-Hersteller Mahle. Wer ihren Anteil von 60 Prozent an Hella erhalten soll, will die weitverzweigte Eigentümerfamilie bis zum Wochenende entscheiden.

Knorr Bremse profitierte unterdessen in den vergangenen Monaten von der weltweiten Belebung des Nutzfahrzeugmarktes. Ende Juni hatte das Unternehmen Bestellungen im Gesamtwert von knapp 5,2 Milliarden Euro in den Büchern stehen - so viel wie nie. Allein im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang um ein Drittel auf 3,6 Milliarden Euro und liegt damit über dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise. Die Aktien gaben bis zu 3,6 Prozent nach. Ein Broker sagte, das operative Ergebnis im ersten Halbjahr habe die Erwartungen verfehlt.

Die Erlöse legten um zwölf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Der Betriebsgewinn stieg sogar um ein Viertel auf 495,5 Millionen Euro. An seiner Prognose hält das Unternehmen fest, vorausgesetzt, dass sich die Weltwirtschaft und das politische Umfeld stabil entwickelten und es zu keinem weiteren Lockdown wegen der Corona-Pandemie kommt. Zudem wird unterstellt, dass die Lieferengpässe im Jahresverlauf kompensiert werden könnten.

Im Nutzfahrzeugmarkt verwies Knorr Bremse vor allem auf das Europa- und Nordamerikageschäft, das angezogen habe. Die größere Sparte Schienenfahrzeuge bekommt dagegen weiterhin die Folgen der Corona-Pandemie zu spüren. Der Auftragseingang sank, vor allem in Asien ging es abwärts. Im Lockdown fuhren weniger Züge, deswegen mussten sie nicht so oft gewartet und überholt werden.

rtr

Aktien in diesem Artikel

Faurecia S.A. 43,73 -0,23% Faurecia S.A.
HELLA GmbH & Co. KGaA 59,44 0,13% HELLA GmbH & Co. KGaA
Knorr-Bremse 92,58 0,94% Knorr-Bremse
Plastic Omnium 23,94 0,42% Plastic Omnium

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14.10.21 Knorr-Bremse Buy UBS AG
13.10.21 Knorr-Bremse Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
11.10.21 Knorr-Bremse Buy Warburg Research
11.10.21 Knorr-Bremse Neutral JP Morgan Chase & Co.
04.10.21 Knorr-Bremse Underperform Credit Suisse Group
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