K+S-Aktie an Dax-Spitze - Konzern erwägt Börsengang von US-Salztochter
· Börse Online Redaktion
Ein K+S-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Die Nordhessen hatten Morton Salt 2009 für rund 1,68 Milliarden Dollar von der Dow-Chemical -Tochter Rohm & Haas gekauft. Mit der Übernahme des in Chicago ansässigen Traditionsunternehmens mit rund 3000 Mitarbeiter war K+S zum weltweit führenden Salzproduzenten aufgestiegen. Die Kasseler sind zudem gemessen an der Kapazität die Nummer vier im weltweiten Markt für Kali, einem wichtigen Bestandteil von Düngemitteln. Im vergangenen Sommer war K+S ins Visier des kanadischen Düngemittelriesen Potash geraten. Der deutlich größere Rivale hatte seine Übernahmepläne aber Anfang Oktober nach heftigem Widerstand von Management und Politik aufgegeben.
Mit knapp 21 Euro notieren die Anteilsscheine von K+S derzeit weit entfernt von den 41 Euro je Aktie, die Potash zu zahlen bereit war. Das Management um Vorstandschef Norbert Steiner steht unter Druck. Es muss unter Beweis stellen, wie der Konzern aus eigener Kraft seinen Kurs deutlich steigern kann. Steiner hatte die informelle Offerte von Potash wiederholt als zu niedrig zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass eine neue Mine, die K+S in diesem Jahr in Kanada in Betrieb nehmen will, im Aktienkurs noch nicht berücksichtigt sei. Auch das Salzgeschäft sei nicht angemessen widergespiegelt.
Die Analysten von Equinet würden ein separates Listing des gesamten Salzgeschäfts begrüßen. Mittelfristig könnte dies helfen, Vertrauen bei Investoren wiederherzustellen, erklärte Analyst Michael Schäfer. K+S rückt die Sparte bei Investoren nun verstärkt in den Blickpunkt. Im dritten Quartal konnte sie dank höherer Preise in Nordamerika mit einem Ergebnissprung um fast drei Viertel glänzen. Bis 2020 will der für das Salzgeschäft zuständige Vorstand Mark Roberts das Ergebnis in dem Bereich verdoppeln.
Reuters
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